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Ukraine: Russisches Flaggschiff "Moskwa" gesunken – Moskau widerspricht


Ukraine: Russisches Flaggschiff gesunken – Moskau widerspricht

Von dpa
Aktualisiert am 14.04.2022Lesedauer: 2 Min.
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Ukraine: Russlands wichtigster Raketenkreuzer ist kampfunfähig. Die Ukraine meldet erfolgreichen Beschuss. (Quelle: Reuters)
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Sie ist eines der wichtigsten Schiffe der russischen Marine: Die "Moskwa" hat nach einer Explosion an Bord gebrannt. Die Ukraine erklärt den Kreuzer bereits für gesunken, Russland zufolge ist das Feuer eingedämmt worden.

Der ukrainische Präsidentenberater Olexij Arestowytsch hat das im Schwarzen Meer stark beschädigte russische Kriegsschiff "Moskwa" ("Moskau") für gesunken erklärt. "Wo ist die "Moskwa"? Sie ist gesunken", schrieb Arestowytsch am Donnerstag auf Twitter und bei Telegram zu einem der wichtigsten Kampfschiffe des Kremls. Bestätigungen für diese Behauptung lagen jedoch zunächst nicht vor. Das ukrainische Einheitsfernsehen griff Arestowytschs Tweet dennoch auf.

Russland widerspricht der ukrainischen Darstellung: Das Feuer auf dem Raketenkreuzer ist nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums eingedämmt worden. Das Kriegsschiff werde nun zum Hafen zurückgeschleppt, die Besatzung sei auf anderen Schiffen untergebracht worden. Die wichtigsten Waffen der "Moskwa" seien nicht beschädigt worden, das Schiff laufe auch nicht Gefahr zu sinken. Nun werde die Brandursache untersucht.

Zuvor hieß es aus Moskau, auf dem Schiff der Schwarzmeerflotte sei es zu einer "Detonation von Munition infolge eines Brandes" gekommen. Kiew meldete, der Raketenkreuzer sei von einer ukrainischen Anti-Schiffsrakete getroffen worden. Das Kriegsschiff habe eine Besatzung von mehr als 500 Matrosen, sagte der ukrainische Präsidentenberater Olexij Arestowytsch am Mittwoch in einem Interview.

Angeblich von ukrainischer "Neptun"-Rakete getroffen

Arestowytsch sprach von einer "Überraschung" im Zusammenhang mit der "Moskwa". Das "Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte" stehe in Flammen, erklärte er – "in diesem Moment".

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Der Gouverneur der südukrainischen Region Odessa, Maxym Martschenko, hatte kurz zuvor bei Telegram erklärt, ukrainische Truppen hätten ein russisches Kriegsschiff im Schwarzen Meer beschossen. Raketen vom Typ "Neptun" hätten "erheblichen Schaden" an dem Schiff angerichtet.

Auch der Berater des ukrainischen Innenministers, Anton Gerashchenko, deutete in einem Beitrag in sozialen Netzwerken an, das Kriegsschiff sei mit einer Rakete des Typs "Neptun" getroffen worden. Die ukrainische Eigenentwicklung hat eine Reichweite von 280 Kilometern.

Widerstand gegen "Moskwa" machte 13 Ukrainer berühmt

Die "Moskwa" soll unter anderem an der Eroberung der ukrainischen Schlangeninsel zu Kriegsbeginn vor knapp sieben Wochen beteiligt gewesen sein. Sie wurde auch auf einer Briefmarke verewigt, auf der ein ukrainischer Soldat auf der Insel dem Schiff den Mittelfinger entgegenstreckt. Dieses Motiv wurde jetzt erneut in sozialen Netzwerken geteilt – mit kleinen Modifizierungen.

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Die Besatzung des russischen Raketenkreuzers soll damals 13 ukrainische Soldaten kontaktiert haben, die die Insel verteidigten und sie zur Kapitulation aufgefordert haben. Die Ukrainer sollen die Kooperation zunächst verweigert und mit: "Russisches Kriegsschiff, f*** dich!" geantwortet haben.

Die russischen Truppen sollen daraufhin angegriffen haben, eine Zeit lang galten die 13 ukrainischen Soldaten als tot. Später stellte sich heraus, dass sie lebten und wohl die Waffen niederlegten, als ihnen die Munition ausging. Angaben aus Kiew zufolge wurden sie von russischen Truppen gefangen genommen, kamen später aber durch einen Gefangenenaustausch frei. In der Ukraine werden sie als Helden gefeiert.

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