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Nahost-Krieg | Israels Armee: "Haben gute Fortschritte gemacht"


Israels Armee: "Haben gute Fortschritte gemacht"

Von Reuters, afp, dpa, sic, fho, lim, das, lma, lw

Aktualisiert am 04.12.2023Lesedauer: 42 Min.
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Gaza: Das israelische Militär meldet, 800 Tunnel der Terrororganisation Hamas entdeckt zu haben. (Quelle: t-online)
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Israels Bodentruppen stoßen im Süden des Gazastreifens vor. Die Huthi-Rebellen bekennen sich zu Angriffen im Roten Meer. Alle Infos im Newsblog.

Wieder Beschuss an Grenze zum Libanon – israelische Soldaten verletzt

10.18 Uhr: An der Grenze zwischen dem Libanon und Israel hat es wieder Beschuss gegeben. Israels Militär registrierte in der Nacht auf Montag sowie am Montagmorgen mehrere Abschüsse von Mörsergranaten aus dem Libanon auf Armeestellungen. Bei den Angriffen seien drei israelische Soldaten leicht verletzt worden. Die Armee attackierte demnach die Orte, von denen die Angriffe ausgingen.

Es habe einen Angriff aus dem Libanon heraus auf einen Posten im Nachbarland gegeben, hieß es auch aus libanesischen Sicherheitskreisen. Israel reagierte demnach mit Gegenbeschuss. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig prüfen.

Seit Beginn des Gaza-Krieges nach dem Hamas-Massaker in Israel am 7. Oktober kommt es immer wieder zu Konfrontationen zwischen der israelischen Armee und Terror-Gruppierungen wie der Hisbollah in der israelisch-libanesischen Grenzregion. Auf beiden Seiten gab es bereits Todesopfer. Es ist die schwerste Eskalation seit dem zweiten Libanon-Krieg im Jahre 2006. Die Hisbollah hat Verbindungen zur Hamas im Gazastreifen, gilt aber als einflussreicher und schlagkräftiger.

Israels Militär ruft zur Evakuierung weiterer Gebiete auf

8.56 Uhr: Das israelische Militär hat über den Kurznachrichtendienst X zur Evakuierung von etwa 20 Gebieten oder Straßenabschnitten im Gazastreifen aufgefordert. Es veröffentlichte eine Karte mit Pfeilen, die Richtung Süden zeigen und so signalisieren, wohin sich die Bewohner begeben sollen.

Israel wies auf diese Weise für die Zivilbevölkerung sogenannte sichere Bereiche aus. Gaza-Bewohner und Vertreter der Vereinten Nationen haben jedoch erklärt, dass es schwierig ist, den Anweisungen nachzukommen wegen Problemen bei den Internetverbindungen und der Stromversorgung.

Israels Armee: "Haben gute Fortschritte gemacht"

8.39 Uhr: Israels Bodentruppen stoßen nun im Süden des Gazastreifens vor, doch der seit Wochen andauernde Einsatz gegen die Terrororganisation Hamas im Norden ist noch nicht beendet. "Wir haben sie im Norden noch nicht vollständig militärisch besiegt, aber wir haben gute Fortschritte gemacht", erklärte der israelische Armeesprecher Jonathan Conricus am Montag dem US-Sender CNN. Man habe von Anfang gesagt, dass der Kampf gegen die Hamas nicht leicht werde und Zeit benötige. Man habe es mit einem Feind zu tun, "der kein Problem damit hat, Zivilisten für seine militärische Sache zu opfern", so Conricus. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig prüfen.

Vorwürfe von Hilfsorganisationen, den Hunderttausenden von Zivilisten im völlig überfüllten Süden des abgeriegelten Küstenstreifens werde von Israels Armee nicht genug Zeit gegeben, sich vor Angriffen in Sicherheit zu bringen, wies der Armeesprecher zurück. Man tue alles, um Zivilisten zu schützen. "Wenn sich die Hamas außerhalb städtischer Gebiete hinbegeben hätte und uns dort bekämpfen würde, dann wäre die Zivilbevölkerung natürlich nicht betroffen. Aber das hat die Hamas nicht getan, sie nutzt die Zivilisten", sagte Conricus.

Der Sprecher des UN-Kinderhilfswerks Unicef, James Elder, hatte die israelischen Angriffe zuvor scharf kritisiert. Im Süden finde ein "Blutbad" statt. Die Angaben über sogenannte "sichere Zonen" für die Bevölkerung in Gaza bezeichnete Elder als "Falschdarstellung".

Mehrere Kämpfer bei US-Luftangriff im Irak getötet

0.38 Uhr: Bei einem US-Luftangriff im Nordirak sind nach irakischen Angaben mehrere Kämpfer getötet worden. Fünf Mitglieder des Islamischen Widerstands im Irak seien dabei ums Leben gekommen, teilt die Dachorganisation mehrerer bewaffneter irakischer Gruppen mit engen Verbindungen zur Regierung in Teheran mit. Die Gruppe hatte sich zuvor zu mehreren Anschlägen auf US-Truppen bekannt. Nach Angaben aus irakischen Sicherheitskreisen wollten die Terroristen die US-Truppen im Land mit Sprengsätzen angreifen.

Bewaffnete irakische Gruppen haben wegen der US-Unterstützung für Israel bei der Bombardierung des Gazastreifens seit dem 17. Oktober mehr als 70 solcher Angriffe auf US-Streitkräfte gemeldet. Ein US-Militärvertreter bestätigt einen "Selbstverteidigungsangriff gegen eine unmittelbare Bedrohung", der einem Drohnenstützpunkt in der Nähe von Kirkuk gegolten habe.

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Israelische Bodentruppen im gesamten Gazastreifen im Einsatz

0.10 Uhr: Die israelischen Bodentruppen sind nach Angaben eines Armeesprechers nun im gesamten Gazastreifen gegen die radikal-islamische Hamas im Einsatz. "Die israelischen Streitkräfte (IDF) weiten ihre Bodenoperationen gegen Hamas-Zentren im gesamten Gazastreifen aus", sagte Militärsprecher Daniel Hagari am Sonntagabend zu Journalisten in Tel Aviv. "Die Streitkräfte begegnen den Terroristen von Angesicht zu Angesicht und töten sie." Die Taktik im Süden des Gazastreifens soll der im Norden ähneln. "Wir haben im nördlichen Gazastreifen stark und gründlich gekämpft, und wir tun es jetzt auch im südlichen Gazastreifen", teilte Generalstabschef Herzi Halevi mit. Vor rund fünf Wochen hatte die israelische Arme ihre Bodenoffensive im Norden des Gazastreifens nach einem Großangriff der Hamas auf israelische Zivilisten gestartet.

Das israelische Militär hatte am Vormittag die Palästinenser im Süden des Gazastreifens aufgefordert, bestimmte Regionen im Großraum der Stadt Chan Junis zu verlassen. Die Bevölkerung sollte sich in bekannte Schutzeinrichtungen für Flüchtlinge westlich der Stadt begeben. Auch weiter nach Süden in Richtung Rafah an der Grenze zu Ägypten sollten die Palästinenser geschickt werden.

Roth: Dauerhafte Pufferzone für Gaza wäre nicht nachhaltig

0 Uhr: Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Michael Roth (SPD), bezeichnet den Vorstoß Israels zur Einrichtung einer Pufferzone zum Gazastreifen als allenfalls vorübergehende Lösung. "Die israelische Regierung steht in der Pflicht, ihr Sicherheitsversprechen gegenüber der eigenen Bevölkerung glaubwürdig zu erneuern", sagt Roth dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

"Neben der Zerstörung der Terrorinfrastruktur von Hamas könnte dazu auch eine zeitlich befristete Pufferzone zwischen israelischem Staatsterritorium und dem Gaza-Streifen beitragen." Eine dauerhafte Pufferzone allerdings sei problematisch. Sie würde "faktisch dazu führen, dass entweder israelische Siedlungen und Kibbuze in unmittelbarer Grenznähe unbewohnbar werden oder das eh schon kleine Gebiet des Gazastreifens noch weiter schrumpft", sagt Roth. "Beides wäre keine nachhaltige Lösung." 250.000 vertriebene Israelis müssten die Chance haben, wieder in ihre Heimatorte zurückzukehren. Ebenso müsse die territoriale Integrität von Gaza gewahrt bleiben.

Sonntag, 3. Dezember


Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen dpa, AFP und Reuters
  • eigene Recherche
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