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Israel: Nikki Haley löst mit Kriegsbotschaft auf Granate Debatte aus


"Macht sie fertig. Macht sie fertig!"
Ex-UN-Diplomatin schreibt Kriegsbotschaft auf Granate

Von dpa, jse

Aktualisiert am 29.05.2024Lesedauer: 2 Min.
Nikki Haley: "Könnt Ihr sie bitte zurücknehmen?"Vergrößern des BildesNikki Haley: "Könnt Ihr sie bitte zurücknehmen?" (Quelle: Amir Cohen)
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Die ehemalige Trump-Konkurrentin Haley bereist aktuell Israel. Ihr Gruß auf einer israelischen Artilleriegranate hat dabei eine Debatte ausgelöst.

Die ehemalige republikanische US-Präsidentschaftsbewerberin Nikki Haley hat bei einem Besuch an Israels Nordgrenze "Finish them! America loves Israel" (Macht sie fertig! Amerika liebt Israel) auf eine Artilleriegranate geschrieben. Dies löste in sozialen Netzwerken heftige Debatten aus. Obwohl sie sich offensichtlich auf die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah bezog, kritisierten viele den Schriftzug, als sei er für die Palästinenser im Gazastreifen bestimmt.

Haley unterschrieb die Granate einen Tag nach einem israelischen Angriff, bei dem mindestens 45 Flüchtlinge nahe Rafah getötet worden waren. Die ehemalige UN-Botschafterin hatte zuvor bereits in einem Interview bei Fox News ihre Unterstützung für Israel bekräftigt: "Ich sage Netanjahu: Macht sie fertig. Macht sie fertig! Die Hamas haben das getan, der Iran unterstützt sie dabei. Sie sollen zur Hölle fahren."

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Ein israelischer Journalist schrieb auf der Plattform X zu Haleys Aktion am Dienstag: "Was für eine Königin!" Ein ranghohes Mitglied einer israelisch-palästinensischen Friedensorganisation schrieb dagegen, Haley habe israelische Siedlungen im besetzten Westjordanland besucht und dann eine Bombe unterschrieben. "Einfach ekelhaft. Könnt Ihr sie bitte zurücknehmen?", schrieb er an die Amerikaner gerichtet. "Wir haben schon (den rechtsextremen Polizeiminister Itamar) Ben-Gvir und brauchen Eure dreckigen, für Tod werbenden Politiker nicht noch dazu."

Haley will trotz Niederlage Trump wählen

Seit Beginn des Krieges im Gazastreifen kommt es täglich zu militärischen Konfrontationen zwischen der israelischen Armee mit der Hisbollah sowie anderen Gruppierungen im Grenzgebiet zwischen Israel und dem Libanon. Tote gab es dabei auf beiden Seiten.

Die frühere US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen hatte sich bei den internen Vorwahlen der Republikaner um die Präsidentschaftskandidatur ein wochenlanges Duell mit Donald Trump geliefert, war jedoch chancenlos und gab sich schließlich geschlagen. Damit kommt es im US-Wahlkampf zu einer Neuauflage des Duells zwischen Trump und Biden, der bei der Wahl am 5. November erneut antreten will und in seiner Partei keine echte Konkurrenz hat. Zuletzt sagte Haley, sie werde Trump wählen. Dieser hatte die ehemalige Rivalin jedoch als Vizekandidatin ausgeschlossen.

Im Rahmen ihres Israel-Besuchs hatte Haley auch israelische Grenzorte am Rande des Gazastreifens besucht, die während des Hamas-Massakers am 7. Oktober schwer beschädigt worden waren. Sie traf auch Überlebende. In der Grenzstadt Sderot sagte sie am Montag vor Journalisten: "Was am 7. Oktober passiert ist, ist das reine Böse und darf nie vergessen werden."

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