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Kubas Revolutionsführer Fidel Castro ist tot

Im Alter von 90 Jahren  

Kubas Revolutionsführer Fidel Castro ist tot

26.11.2016, 06:58 Uhr | AFP, rtr

Kubas Revolutionsführer Fidel Castro ist tot. Fidel Castro im April 2016. (Quelle: AP/dpa)

Fidel Castro im April 2016. (Quelle: AP/dpa)

Der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro ist tot. Wie sein Bruder, Staatschef Raúl Castro, im staatlichen Fernsehen mitteilte, starb er am späten Freitagabend im Alter von 90 Jahren. Die Leiche solle verbrannt werden. Das sei der Wunsch seines Bruders gewesen.

Fidel Castro regierte Kuba 47 Jahre lang. Er trotzte in der Zeit zehn US-Präsidenten. Auch nach seinem krankheitsbedingten Rückzug 2006 bestimmte er als graue Eminenz im Hintergund die Geschicke der sozialistischen Karibikinsel mit.

"Es ist eine Tragödie", sagte die 22-jährige Dayan Montalvo zum Tod von Castro. "Wir sind alle mit ihm aufgewachsen. Ich fühle mich richtig verletzt durch die Nachricht, die wir gerade hören".

Geboren wurde Castro am 13. August 1926 in Biran in Biran im Osten Kubas. Schon als Kind empfand er die sozialen Verhältnisse auf der Insel als zutiefst ungerecht. Als junger Rechtsanwalt nahm er den Kampf gegen den Diktator Fulgencio Batista auf. Nach dem gescheiterten Überfall auf die Moncada-Kaserne 1953 und einigen Jahren im Exil landete er Ende 1956 mit rund 80 Mitkämpfern auf Kuba und begann in den Bergen den Guerillakampf. Im Januar 1959 zogen seine Truppen siegreich in Havanna ein.

Fidel Castro in den Jahren 1961, 2000 und 2016. (Quelle: AP/dpa)Fidel Castro in den Jahren 1961, 2000 und 2016. (Quelle: AP/dpa)

Feind der USA

Mit einer Landreform und der Verstaatlichung von Unternehmen machte sich Castro schnell die USA zum Feind, die die Insel mit einem Handelsembargo belegten. Hilfe fand Kuba bei der Sowjetunion, von der die Insel immer abhängiger wurde. Der Zusammenbruch des Ostblocks stürzte Kuba nach 1990 in eine schwere Wirtschaftskrise, die das kommunistische System aber allen Unkenrufen zum Trotz überlebte. Der Not gehorchend rangen sich Fidel und sein Bruder Raúl Castro zu begrenzten marktwirtschaftlichen Reformen durch.

Amtsgeschäfte 2006 abgegeben

Mit seiner Unbeugsamkeit gegenüber Washington fand Castro aber in Lateinamerika auch über das linke Lager hinaus Anerkennung. Als sich der greise Revolutionsführer kurz vor seinem 80. Geburtstag einer schweren Operation unterziehen musste, gab er am 31. Juli 2006 seines Ämter zunächst provisorisch an seinen fünf Jahre jüngeren Burder Raúl ab. Mit der Neukonstituierung des Staatsrats 2008 übernahm Raúl dauerhaft die Führung des Landes.

Die historische Aussöhnung zwischen Kuba und den USA, die in der Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen 2015 und dem Besuch von Präsident Barack Obama in Havanna im März 2016 gipfelte, verfolgte Fidel Castro mit unüberhörbarer Skepsis.

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