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"Nette Überraschungen": Erdogan kündigt Militärschläge an


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Erdogan kündigt "nette Überraschungen" an

Von afp, rok

04.04.2017Lesedauer: 2 Min.
Staatspräsident Erdogan will weiter militärisch gegen Terroristen vorgehen.
Staatspräsident Erdogan will weiter militärisch gegen Terroristen vorgehen. (Quelle: dpa-bilder)
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Nach dem Ende des türkischen Militäreinsatzes "Schutzschild Euphrat" in Nordsyrien hat Präsident Recep Tayyip Erdogan weitere Offensiven gegen "Terrorgruppen" angekündigt. An erster Stelle nannte er dabei zwei Kurden-Milizen.

"Die erste Phase, die Operation 'Schutzschild Euphrat' zur Vertreibung der Terroristen aus Al-Bab, ist vorbei, doch es wird weitere geben", sagte Erdogan bei einer Rede in der Schwarzmeerstadt Trabzon. "Es gibt kein Aufhalten", fügte er hinzu.


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"Wir bereiten uns darauf vor, die Terroristen auf ihren Hügeln zu erreichen. Wir werden den neuen Operationen neue Namen geben. Wartet auf den Frühling und alle Terrorgruppen, PKK, YPG, Daesch, FETÖ, werden sehr nette Überraschungen erleben", sagte Erdogan weiter.

Daesch ist die arabische Abkürzung für die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). FETÖ ist die türkische Bezeichnung für die islamische Gülen-Bewegung.

"Schutzschild Euphrat" gegen IS und Kurden

Die Türkei hatte Ende August "Schutzschild Euphrat" gestartet, um die IS-Miliz und die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG), die als syrischer Ableger der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) gelten, von der türkischen Grenze zurückzudrängen. Nach ersten Erfolgen geriet der Einsatz aber ins Stocken. Erst nach monatelangen Kämpfen gelang der Armee im März die Einnahme der IS-Hochburg Al-Bab.

Die türkische Regierung kündigte anschließend an, auch die Stadt Manbidsch einnehmen zu wollen, die von der YPG kontrolliert wird. Zudem sprach sie sich für eine Beteiligung an der geplanten Offensive auf die IS-Hauptstadt Raka aus. Allerdings lehnt die US-Regierung es ab, wie von Ankara gefordert ihre Unterstützung für die YPG zu beenden. Washington sieht die YPG als wichtigen Verbündeten gegen die IS-Miliz.

Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim hatte am vergangenen Mittwoch den Einsatz "Schutzschild Euphrat" für beendet erklärt. Zwei Tage später stellte die Armee aber klar, dass die türkischen Truppen in Nordsyrien bleiben würden. Wo die neuen Militäreinsätze geplant sind, sagte Erdogan nicht. Möglich wäre auch ein Einsatz gegen die PKK im Nordirak, wo die kurdische Guerilla seit langem Stützpunkte hat.

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