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Frankreich: Online-Kampagne gegen Frau von Emmanuel Macron


Première Dame von Frankreich
Online-Kampagne gegen Brigitte Macron

afp, t-online.de

07.08.2017Lesedauer: 2 Min.
Der französische Präsident Emmanuel Macron (rechts) und seine Frau BrigitteVergrößern des BildesDer französische Präsident Emmanuel Macron (rechts) und seine Frau Brigitte (Quelle: Michel Euler/ap-bilder)
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Die Ehefrau des französischen Präsidenten Emmanuel Macron soll nicht den Status einer Première Dame erhalten. Das wünschen sich fast 200.000 Franzosen, die eine entsprechende Petition im Internet unterzeichnet haben.

Emmanuel Macron will seiner Ehefrau Brigitte einen Status verschaffen, den es bisher nicht gibt: den Titel der Première Dame, quasi die First Lady Frankreichs.

Thierry Paul Valette hat etwas dagegen. Der Franzose – selbst ernannter Maler, Autor und "engagierter Bürger" – hat auf der Online-Plattform "change.org" eine Petition gestartet gegen das Ansinnen des Präsidenten. Valettes Begründung: Es bestehe "kein Grund" für ein eigenes Budget der Frau des Staatschefs aus "öffentlichen Mitteln".

Brigitte Macron verfüge derzeit über ein Team von zwei bis drei Mitarbeitern sowie über zwei weitere Hilfskräfte und zwei Sicherheitsbeamte, sagt Valette. Vor dem Hintergrund der von der Regierung propagierten "Sparmaßnahmen" müsse das reichen, findet der Kampagnenersteller.

Auch Premierminister Philippe in der Kritik

Zugleich wendet sich sein Text "scharf" gegen "jegliche sexistische Angriffe" gegen Macrons Ex-Theaterlehrerin an der Schule, die 25 Jahre älter ist als der Präsident. Ihre "Kompetenzen" würden "in keiner Weise in Frage gestellt".

Allerdings könne einem Sonderstatus für Macrons Ehefrau "anständigerweise" nicht zugestimmt werden - zumal in einer "Periode der Moralisierung des politischen Lebens" in Frankreich. Die Petition richtet sich an den Staatschef und seinen Premierminister Edouard Philippe.

Ende der "französischen Heuchelei"

Während des Präsidentschaftswahlkampfs hatte der seit Mitte Mai amtierende Macron erklärt, seine Frau werde im Fall seines Einzugs in den Elysée-Palast eine "öffentliche Rolle" spielen, dabei aber nicht vom Steuerzahler finanziert werden. Damit solle eine "französische Heuchelei" beendet werden.

Die Frage des Status von Brigitte Macron, die im Elysée residiert, war vergangene Woche Thema in der Nationalversammlung. Dort soll ein Gesetz für "mehr Moral" in der Politik verabschiedet werden - eine Reaktion auf eine Reihe von Korruptionsaffären führender Politiker.

Bis Montagmorgen haben 191.787 Menschen auf "change.org" ihre Stimme abgegeben für die Petition von Valette.

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