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USA senden Auslieferungsantrag für Assange an britische Behörden

Justiz muss entscheiden  

USA stellen Auslieferungsantrag für Assange

12.06.2019, 14:11 Uhr | dpa

 (Quelle: Rob Pinney/imago images)
Julian Assange: Wikileaks-Gründer drohen bei US-Auslieferung 175 Jahre Haft

Die USA wollen Wikileaks-Gründer Julian Assange den Prozess machen und ihn dabei nicht nur wegen Verschwörung anklagen. Weitere Anklagepunkte würden eine lange Haftstrafe für Assange bedeuten. (Quelle: Reuters)

Julian Assange: Bei einer Auslieferung an die USA drohen dem Wikileaks-Gründer bis zu 175 Jahre Haft. (Quelle: Reuters)


Julian Assange soll in die USA ausgeliefert werden. Ein entsprechender Antrag ging in Großbritannien ein. Freitag soll der Wikileaks-Mitgründer im Gefängnis verhört werden. 

Britische Behörden haben einen offiziellen Auslieferungsantrag für den Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, aus den USA erhalten. Das bestätigte das Innenministerium in London. Bislang hatte nur ein vorläufiger Antrag vorgelegen. Über eine Auslieferung muss nun die britische Justiz entscheiden. An diesem Freitag soll die nächste Anhörung in dem Fall stattfinden. Erwartet wird, dass Assange daran per Videoschalte aus dem Gefängnis teilnehmen wird.

Die USA werfen Assange vor, der amerikanischen Whistleblowerin Chelsea Manning – damals noch Bradley Manning – geholfen zu haben, geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan zu veröffentlichen. Insgesamt liegen 18 Anklagepunkte vor. Bei einer Verurteilung in allen Punkten drohen ihm 175 Jahre Haft.

Ermittlungen wegen Vergewaltigung

Assange sitzt seit April im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh im Osten der britischen Hauptstadt, nachdem ihm das Botschaftsasyl in der ecuadorianischen Landesvertretung entzogen worden war. Er hatte sich dort jahrelang verschanzt, um einer Auslieferung an Schweden zu entgehen.

Dort wurde wegen Vergewaltigung gegen ihn ermittelt. Assange behauptete stets, die Vorwürfe in Schweden seien nur ein Vorwand, um ihn festnehmen und an die USA ausliefern zu können. 2017 hatte die schwedische Staatsanwaltschaft die Vorermittlungen eingestellt, weil es ihr nicht gelungen war, die Vorwürfe ausreichend zu untersuchen. Später wurden sie wieder aufgenommen.

Chinesischer Künstler besucht Assange

Am 11. April dieses Jahres wurde Assange schließlich festgenommen, nachdem ihm die Regierung in Quito das Botschaftsasyl entzogen hatte. Nun befindet sich der Australier in Großbritannien in Haft, weil er mit der Flucht in die Botschaft gegen Kautionsauflagen verstoßen hatte.
 

 
Am Dienstag hatte ihn dort der chinesische Künstler Ai Weiwei besucht, der sich besorgt über Assanges Gesundheitszustand äußerte. Ai Weiwei forderte Großbritannien und Europa auf, die Auslieferung des Wikileaks-Gründers zu stoppen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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