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Amazonas-Brände: Brasilien weist G7-Hilfssumme in Millionenhöhe zurück

Brennender Regenwald  

Brasilien weist G7-Hilfssumme in Millionenhöhe zurück

27.08.2019, 16:37 Uhr | AFP

 (Quelle: Eibner/imago images)
G7-Gipfel: Macron berichtet Einigung bei Amazonas und Biodiversität

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat nach den Gesprächen beim G7-Gipfel eine positive Bilanz gezogen. Gerade bei den Themen Biodiversität und Amazonas sei Einigung erzielt worden. (Quelle: t-online.de)

Waldbrände im Amazonas: Emmanuel Macron bietet Hilfe an. (Quelle: t-online.de)


Weite Teile der Wälder im Amazonas-Gebiet brennen, Hilfe ist dringend erforderlich. Die G7-Staaten boten kurzfristig eine Millionensumme an. Doch Brasiliens Regierung weist das Angebot zurück.

Die brasilianische Regierung hat die von den G7-Staaten zugesagten Millionenhilfen in Kampf gegen die Waldbrände in der Amazonas-Region zurückgewiesen. Der Kabinettschef von Präsident Jair Bolsonaro, Onyx Lorenzoni, sagte am Montag dem Nachrichtenportal "G1", die 20 Millionen Dollar sollten vielmehr dazu verwendet werden, die Wälder in Europa wieder aufzuforsten. Das Präsidentenbüro bestätigte der Nachrichtenagentur AFP die Ablehnung der Soforthilfe.

Die G7-Staaten hatten Brasilien angesichts der verheerenden Amazonas-Waldbrände umgerechnet 18 Millionen Euro an Soforthilfen zugesagt. Damit sollten vor allem Löschflugzeuge finanziert werden, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Montag beim Gipfeltreffen der führenden Industrieländer im südfranzösischen Seebad Biarritz.

Jair Bolsonaro: Brasiliens Präsident lehnt Hilfe bei der Amazonas-Bränden ab. (Quelle: AP/dpa/Eraldo Peres)Jair Bolsonaro: Brasiliens Präsident lehnt Hilfe bei der Amazonas-Bränden ab. (Quelle: Eraldo Peres/AP/dpa)

"Europa wieder aufforsten"

Der brasilianische Umweltminister Ricardo Salles begrüßte zunächst die Unterstützung durch die G7. Bolsonaros Kabinettschef Lorenzoni erteilte dem Vorschlag dann aber eine Absage: Brasilien danke für die angebotene Hilfe, sagte er zu "G1". "Aber vielleicht wäre es wichtiger, mit den Mitteln Europa wieder aufzuforsten." Zugleich rief er Macron auf, dieser solle sich lieber um die Probleme bei sich "zu Hause" und in den französischen "Kolonien" kümmern.

Die brasilianische Regierung hat Macron in den vergangenen Tagen wiederholt scharf angegriffen, weil der französische Präsident die Amazonas-Waldbrände auf die Agenda des G7-Gipfels gesetzt hatte. Bolsonaro selbst warf Macron eine "kolonialistische Mentalität", eine "Instrumentalisierung" der Amazonas-Waldbrände sowie einen "sensationsgierigen Ton" vor. Der ultrarechte Politiker schreckte selbst vor einer sexistischen Attacke gegen Macrons Ehefrau Brigitte nicht zurück.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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