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UN-Berichte: Lage in Tigray verschärft sich rapide

USA sind "schwer besorgt"  

UN-Berichte: Lage in Tigray verschärft sich rapide

11.09.2021, 00:12 Uhr | dpa

UN-Berichte: Lage in Tigray verschärft sich rapide. Ein Flüchtlingscamp im Sudan mit 20.000 Menschen aus der Region Tigray. (Archivbild). Die Situation im Norden Äthiopiens wird schlimmer, sagt die UN. (Quelle: imago images/Gregg Brekke)

Ein Flüchtlingscamp im Sudan mit 20.000 Menschen aus der Region Tigray. (Archivbild). Die Situation im Norden Äthiopiens wird schlimmer, sagt die UN. (Quelle: Gregg Brekke/imago images)

Die Gewalt gegen Zivilisten in der äthiopischen Region Tigray wird von den USA aufs Schärfste verurteilt. Das US-Außenministerium fordert eine Waffenruhe. Gleichzeitig wird die humanitäre Situation dramatisch.

Das US-Außenministerium hat erneut "schwere Besorgnis" über den Konflikt im Norden Äthiopiens und damit einhergehende Menschenrechtsverletzungen geäußert. "Wir verurteilen all solche Vergehen gegen Zivilisten auf das Schärfste", teilte Sprecher Ned Price am Freitag mit. Er forderte alle Konfliktparteien auf, sich an das Völkerrecht zu halten und eine Waffenruhe anzustreben. Transparente und unabhängige Mechanismen, um für Menschenrechtsverletzungen Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen, seien unumgänglich für politische Aussöhnung und Frieden.

Die humanitäre Lage in Tigray hat sich nach UN-Einschätzung in den vergangenen Wochen rapide verschärft. Äthiopiens Regierung hatte im November eine Militäroffensive gegen die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) begonnen, die bis dahin in der gleichnamigen Region an der Macht war. Der gegenwärtige Konflikt hat Hunderttausende Menschen in die Flucht getrieben und große Zerstörung angerichtet.

Hintergrund des Konflikts in dem nordostafrikanischen Land waren jahrelange Spannungen zwischen der TPLF und der Zentralregierung. Die TPLF dominierte Äthiopien gut 25 Jahre lang, bis Regierungschef Abiy Ahmed 2018 an die Macht kam und die TPLF verdrängte. Viele Menschen in Tigray fühlen sich von der Zentralregierung nicht vertreten und fordern mehr Autonomie.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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