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Gespräche über Atomvertrag mit Iran laufen weiter

Von rtr
29.06.2022Lesedauer: 2 Min.
Robert Malley, US-Sondergesandter für den Iran, führte die Verhandlungen.
Robert Malley, US-Sondergesandter für den Iran, führte die Verhandlungen. (Quelle: Rod Lamkey/imago-images-bilder)
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Ex-US-Präsident Donald Trump hatte ein Abkommen gekündigt, das den Iran am Bau von Atombomben hindert. Der Versuch, es wiederzubeleben, hält an.

Die Versuche zur Wiederbelebung des Atomabkommens mit dem Iran sind nach Angaben des Außenministeriums in Teheran nicht beendet worden. Eine Sprecherin widersprach damit am Mittwoch der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim. Die halbamtliche Agentur hatte zuvor berichtet, die indirekten Gespräche zwischen dem Iran und den USA seien in Katar ohne konkretes Ergebnis zu Ende gegangen. Die Verhandlungen waren vom US-Sondergesandten für den Iran, Robert Malley, und dem iranischen Chef-Atom-Unterhändler, Ali Bagheri Kani, in Doha geführt worden.

Das zwischen einer Staatengruppe und der Islamischen Republik 2015 vereinbarte Atomabkommen soll verhindern, dass der Iran Atombomben baut. Der Iran bestreitet, solche Pläne zu haben, lässt aber internationale Kontrollen seiner Nuklearanlagen nicht uneingeschränkt zu.

EU will Vereinbarung wiederbeleben

Die USA hatten das Atomabkommen 2018 unter ihrem damaligen Präsidenten Donald Trump einseitig aufgekündigt und erneut Sanktionen gegen den Iran verhängt. Daraufhin hielt sich der Iran seinerseits nicht mehr an alle Auflagen. Die EU bemüht sich um eine Wiederbelebung der Vereinbarung und schien damit im März nach monatelangen Verhandlungen in Wien auf der Zielgeraden zu sein. Doch dann wurden die Gespräche ausgesetzt, als der Iran auf die Streichung seiner Revolutionsgarden von US-Terrorlisten pochte.

Zuletzt hatte sich der Konflikt wieder zugespitzt, als die Teheraner Führung Überwachungskameras der UN-Atomaufsicht IAEA in iranischen Anlagen abbauen ließ. Eine wichtige Rolle bei der Bewertung von nuklearen Aktivitäten ist die Anreicherung von Uran, das je nach Anreicherungsgrad für den Betrieb von Kernkraftwerken oder den Bau von Atomwaffen genutzt werden kann.

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