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Russland: Neue Details über Anti-Satelliten-Waffe bekannt


Russischer Angriff auf Satelliten?
"Eine Waffe als letzter Strohhalm"

Von t-online, das

17.02.2024Lesedauer: 2 Min.
imago images 0382070146Vergrößern des BildesWill Russland mit einer neuen Waffe Satelliten im Weltraum angreifen? (Symbolfoto) (Quelle: Claudia Nass/imago-images-bilder)
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Was hat es mit der Anti-Satelliten-Waffe auf sich, die angeblich in Russland entwickelt werden soll? Ein neuer Bericht liefert jetzt einige neue Details.

Viel ist über die Anti-Satelliten-Waffe, die Russland laut der US-Regierung entwickeln soll, bisher nicht bekannt. Doch jetzt sollen mehrere mit Geheimdienstinformationen vertraute Quellen dem US-Nachrichtensender CNN konkretere Informationen zu der Waffe gegeben haben: Demnach soll die Waffe mit elektromagnetischen Impulsen (auf Englisch "EMP" abgekürzt) in der Lage sein, einen Großteil der staatlichen und kommerziellen Satellitensysteme lahmzulegen.

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Die Waffe soll nuklear betrieben werden, befindet sich laut öffentlichen Aussagen der US-Regierung aktuell aber noch im Entwicklungsstatus. Es bestehe durch sie laut US-Präsident Joe Biden auch keine nukleare Bedrohung für die Bevölkerung.

Minenfeld aus kaputten Satelliten?

"Das Konzept ist nicht neu und geht auf den späten Kalten Krieg zurück", sagte ein US-Beamter dem Nachrichtensender. Die große Befürchtung bei einem eventuellen EMP-Gerät in der Umlaufbahn sei jedoch, dass es große Teile bestimmter Umlaufbahnen unbrauchbar machen könnte, indem es ein Minenfeld deaktivierter Satelliten schafft. Dadurch sei es im Anschluss auch schwierig, neue Satelliten ins All zu bringen.

Aktuell sei nicht klar, ob die Waffe auch Satelliten angreifen könnte, die sich in höheren Umlaufbahnen befinden, die etwa GPS-Daten liefern oder für die Steuerung von Nuklearwaffen zuständig sind. Eine Gefahr könnte die EMP-Waffe aber für den Satelliten-Internetdienst Starlink von Elon Musk sein.

Starlink-Terminals spielen zum Beispiel auch in der Ukraine eine wichtige Rolle für die Verteidigung gegen Russland. Vor allem in den ersten Wochen nach dem Überfall im Februar 2022 hatten russische Truppen versucht, die Kommunikation der ukrainischen Armee durch die Zerstörung von Netzwerk-Technik zu behindern. Zuletzt gab es allerdings auch Berichte, dass auch das russische Militär auf den Dienst von Musk zurückgreifen soll. Mehr dazu lesen Sie hier.

Auch Gefahr für russische Satelliten

Ohne Risiko wäre der Gebrauch für Russland aber auch nicht: Laut dem Bericht handele es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um "eine Waffe des letzten Strohhalms". Denn im Falle eines Einsatzes könnten durch die Impulse auch russische Satelliten gestört werden.

Unklar sei weiterhin auch, in welchem konkreten Entwicklungsstadium sich die Satelliten-Waffe befinde. Allerdings sei man in den US-Geheimdiensten nicht glücklich darüber gewesen, dass Einzelheiten dazu an die Öffentlichkeit geraten sind. Die Informationen habe die USA über eine "äußerst sensible Quelle" erhalten. Aktuell seien die Geheimdienste darum bemüht, auch künftig über diesen Weg weitere Informationen zu erhalten.

Der Nationale Sicherheitsrat der USA lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab, genauso wie das Verteidigungsministerium und das Büro des Direktors der US-Geheimdienste.

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