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Falschinformation: "Tagesthemen" ziehen Ukraine-Bericht zurück


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"Tagesthemen" ziehen Ukraine-Bericht zurück

Von dpa
Aktualisiert am 02.10.2014Lesedauer: 1 Min.
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Die ARD-Tagesthemen ziehen einen Beitrag über den Ukraine-Konflikt zurück. Der Moskau-Korrespondent Udo Lielischkies hatte am 20. Mai über den Tod zweier Anwohner in Krasnoarmeysk im Osten der Ukraine berichtet. Diese seien durch die "Kugeln der neuen Machthaber" - also der Separatisten - gestorben, hieß es damals. Der Korrespondent habe diese Darstellung nach erneuter Recherche nun korrigiert, teilte ARD-aktuell mit.

Eine Überprüfung der Fakten habe ergeben, dass die tödlichen Schüsse von einem ukrainischen Freiwilligen-Bataillon abgefeuert worden seien. Tagesthemen-Moderator Thomas Roth entschuldigte sich in den "Tagesthemen" ausdrücklich dafür. Kriegsberichterstattung sei "die größte Herausforderung überhaupt", so Roth. Man setze dennoch alles daran, Fehler zu vermeiden, sagte der Moderator. Der Beitrag wurde bereits aus der Mediathek entfernt.

Kai Gniffke, Erster Chefredakteur von ARD-aktuell sagte: "Wir nehmen den Fehler sehr ernst. Dieser wurde aufgrund der Eingabe eines Zuschauers entdeckt. Die kritische Begleitung von Zuschauerinnen und Zuschauern ist hilfreich. Bei allem Bemühen um eine präzise Darstellung können Korrespondenten, die in Kriegsgebieten unter Zeitdruck arbeiten, auch Fehler unterlaufen. Wichtig ist uns, dies offen anzusprechen. Es ist unsere tägliche Aufgabe, ausgewogen und in kritischer Distanz zu allen Seiten zu berichten. Unsere Zuschauer sollen sich von Kriegsregionen ein eigenes Bild machen können. Dafür riskieren unsere Korrespondenten viel, sie begeben sich in Gefahrensituationen, um Informationen selbst prüfen zu können. Die Kriegsberichterstattung bleibt eine der schwierigsten journalistischen Herausforderungen."


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