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Frau bei Antiregierungsdemonstration in Venezuela getötet

Bereits Dutzende Tote  

Frau bei Protesten in Venezuela getötet

03.06.2017, 11:04 Uhr | dpa

Frau bei Antiregierungsdemonstration in Venezuela getötet. Unerschrocken gehen die Menschen in Venezuela weiterhin auf die Straße. Sie kämpfen um ihrer Rechte. (Quelle: Reuters/Carlos Garcia Rawlins)

Unerschrocken gehen die Menschen in Venezuela weiterhin auf die Straße. Sie kämpfen um ihrer Rechte. (Quelle: Carlos Garcia Rawlins/Reuters)

Die Gewalt in Venezuela nimmt kein Ende: 63 Menschen sind bei den Protesten bereits ums Leben gekommen. Auch am Samstag wollten die Regierungsgegner wieder auf die Straße gehen. Beim "Marsch der leeren Töpfe" wollen sie auf die Lebensmittelknappheit aufmerksam machen.

Bei Protesten gegen die sozialistische Regierung von Präsident Nicolás Maduro in Venezuela ist eine Frau erschossen worden. Unbekannte hätten am Rande einer Demonstration in der Ortschaft Cují in der Region Lara auf die 46-Jährige gefeuert, teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Freitag mit.

Ein junger Mann, der am 17. Mai bei Protesten in der Region Mérida angeschossen worden war, starb unterdessen an seiner Verletzung. Damit stieg die Zahl der Toten bei den seit zwei Monaten andauernden Protesten auf 63.

Studenten fordern bessere Berichterstattung

In der Hauptstadt Caracas drang eine Gruppe Studenten zum Sitz des staatlichen Fernsehsenders VTV vor. Dort wurden sie von Informationsminister Ernesto Villegas empfangen. Sie forderten eine ausgewogene Berichterstattung von dem Staatssender.

"Wir verlangen, dass die Journalisten des Kanals ihre Arbeit machen. Sie sollten darüber berichten, was auf der Straße geschieht. Es gibt Hunger und es fehlt an Medizin", sagte die Studentenführerin Rafaela Requesens.

"Marsch der leeren Töpfe"

Für Samstag rief die Opposition zu einem "Marsch der leeren Töpfe" auf, um gegen die schlechte Versorgungslage in Venezuela zu protestieren. Wegen des niedrigen Ölpreises und jahrelanger Misswirtschaft verfügt Venezuela kaum noch über Devisen, um Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs zu importieren.

Fast täglich gehen Demonstranten in dem südamerikanischen Land gegen Maduro auf die Straße. Sie werfen der Regierung Menschenrechtsverletzungen vor und fordern Neuwahlen. Maduro hingegen spricht von einer Verschwörung der Opposition und des Auslands.

Der Präsident will nun eine verfassungsgebende Versammlung einberufen. Die Regierungsgegner lehnen das Vorhaben ab und kritisieren, dass ein Teil der Delegierten von regierungsnahen Organisationen entsandt werden soll. Sie befürchten zudem, dass Maduro mehr Kompetenzen an sich ziehen könnte.

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