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Kim Jong Un will "Machtgleichgewicht" mit USA erreichen

Nordkorea kündigt Tests an  

Kim will "Machtgleichgewicht" mit USA erreichen

16.09.2017, 06:54 Uhr | AP, rtr, df

Kim Jong Un will "Machtgleichgewicht" mit USA erreichen. Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un beobachtet den jüngsten Raketentest seiner Streitkräfte. (Quelle: Reuters/KCNA)

Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un beobachtet den jüngsten Raketentest seiner Streitkräfte. (Quelle: KCNA/Reuters)

Nordkorea will sich auch durch härtere Sanktionen nicht von seinem Nuklearwaffen-Programm abbringen lassen. Das Projekt würde trotz aller Strafmaßnahmen abgeschlossen werden, ließ Machthaber Kim Jong Un mitteilen. 

Das Ziel sei es, ein Machtgleichgewicht mit den USA herzustellen und die US-Regierung davor zu warnen, militärische Schritte gegen Nordkorea einzuleiten, sagte Kim der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA mit. Mit dem jüngsten Raketentest sie Kim zufrieden gewesen.

USA: Ende der Fahnenstange bald erreicht

Die Nuklearwaffen des Landes stünden kurz vor der Fertigstellung, so Kim. Ziel sei es, die Kapazitäten für einen nuklearen Gegenangriff auf die USA zu haben. Weitere Raketentests würden folgen. 

Die USA hielten nach dem nordkoreanischen Test vom Freitag an einer militärischen Option fest. Dies sei zwar nicht die erste Wahl der Regierung von Präsident Donald Trump, sagte dessen Nationaler Sicherheitsberater H.R. McMaster am Freitag. Allerdings sei bald das Ende der Fahnenstange erreicht, was die Möglichkeiten von Sanktionen und Diplomatie angehe, das Atomprogramm des asiatischen Landes einzugrenzen.

China: Trump sollte Drohungen unterlassen

Trump werde auch vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen deutlich machen, dass es wichtig sei, extremen Druck auf Nordkorea auszuüben, sagte seine Sprecherin. Zudem werde er bilateral mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping über das Thema sprechen.

Der chinesische Botschafter in Washington forderte die USA auf, Drohungen gegen Nordkorea zu unterlassen. "Ehrlich gesagt, bin ich der Meinung, dass die USA viel mehr unternehmen sollten als bisher, so dass es zu einer echten, effektiven internationalen Zusammenarbeit in dieser Angelegenheit kommt", sagte Cui Tiankai.

Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un beobachtet den jüngsten Raketentest seiner Streitkräfte. (Quelle: Reuters/KCNA)Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un beobachtet den jüngsten Raketentest seiner Streitkräfte. (Quelle: KCNA/Reuters)

Nordkorea hatte am Freitag eine Rakete über Japan hinweg geschossen. Wissenschaftler nannten deren Reichweite von 3700 Kilometern bemerkenswert: Nordkorea habe damit demonstriert, dass es die US-Pazifikinsel Guam erreichen könne. Die Zielgenauigkeit des Geschosses sei aber noch schlecht. Nordkorea hatte vor kurzem mit einem Angriff auf das US-Territorium gedroht.

Der UN-Sicherheitsrat verurteilte in einer Dringlichkeitssitzung den jüngsten Raketentest Nordkoreas. Es handle sich um ein "empörendes Vorgehen", hieß es in einer Erklärung. "Der Sicherheitsrat betont, dass diese Aktionen nicht nur eine Bedrohung für die Region sind, sondern für alle UN-Mitgliedsstaaten." Das Gremium hatte erst vor wenigen Tagen nach einem Atomtest Nordkoreas die Sanktionen gegen das Land verschärft, ihm Textilimporte untersagt und die Rohöl-Importe begrenzt.

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