Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Krisen & Konflikte >

26 Zivilisten sterben nach Luftangriff

Konflikt im Jemen  

26 Zivilisten sterben nach Luftangriff

24.08.2018, 16:18 Uhr | dpa

. Kinder im Krankenhaus: Bei einem Anschlag auf einen Bus vor zwei Wochen starben Dutzende Menschen. Auch bei Angriff jetzt wurden wieder viele Zivilisten getötet.  (Quelle: imago images/Xinhua)

Kinder im Krankenhaus: Bei einem Anschlag auf einen Bus vor zwei Wochen starben Dutzende Menschen. Auch bei Angriff jetzt wurden wieder viele Zivilisten getötet. (Quelle: Xinhua/imago images)

Seit mehr als drei Jahren bombardiert Saudi-Arabien die Huthi-Rebellen im Nachbarland Jemen. Immer wieder sterben dabei Unbeteiligte. Seine Kriegsziele erreicht das Land nicht.

Zum wiederholten Male sollen bei einem Luftangriff der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition im Jemen etliche Zivilisten getötet worden sein. Nach Angaben aus Kreisen der schiitischen Huthi-Rebellen traf eine Rakete am Donnerstag in der westlichen Provinz Hudaida ein Fahrzeug mit flüchtenden Zivilisten und riss 26 von ihnen in den Tod.

Dabei handele es sich um 20 Kinder, fünf Frauen und den Fahrer, sagte ein Sprecher des von den Rebellen kontrollierten Gesundheitsministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Anwohner bestätigten, dass alle Toten Zivilisten seien. Die Militärkoalition gab zunächst keine Stellungnahme ab.

Seit mehr als drei Jahren bombardiert das Bündnis Stellungen der vom saudi-arabischen Erzfeind Iran unterstützten Huthi-Rebellen, die weite Teile des Landes vor allem im Norden sowie die Hauptstadt Sanaa kontrollieren. Als Verbündeter der international anerkannten Regierung des Jemens tötete die Koalition dabei Tausende Menschen, darunter viele Zivilisten. Trotz der Angriffe ist dem Bündnis bislang nicht gelungen, die Huthis entscheidend zurückzudrängen.

Dutzende Tote bei Anschlag auf Schulbus

Einer der folgenschwersten Angriffe auf unbeteiligte Menschen in dem Bürgerkrieg hatte sich vor gut zwei Wochen ereignet, als bei einem Luftangriff auf einen Schulbus Dutzende Menschen starben. Nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) waren 40 der mindestens 51 Todesopfer Kinder. Rund 80 weitere wurden demnach verletzt. Das Militärbündnis rechtfertigte sich später mit verschiedenen Versionen: Zunächst hieß es, in dem Bus hätten sich Huthi-Rebellen aufgehalten. Später wurde erklärt, die Bomben hätten eigentlich Raketenwerfern der Aufständischen gegolten.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) warf Saudi-Arabien am Freitag vor, den Untersuchungen des Landes zu mutmaßlichen Kriegsverbrechen im Jemen fehle es an Glaubwürdigkeit. Sie erfüllten hinsichtlich Transparenz und Unabhängigkeit keine internationalen Standards und seien zu zweifelhaften Ergebnissen gelangt. "Die Ermittler haben kaum mehr getan, als Kriegsverbrechen zu verschleiern", erklärte HRW-Nahost-Direktorin Sarah Leah Whitson.

Verwendete Quellen:
  • dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal