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Nah-Ost: Heftige Gefechte schüren Furcht vor neuem Gaza-Krieg

Gewalt-Eskalation in Nah-Ost  

Heftige Gefechte schüren Furcht vor neuem Gaza-Krieg

13.11.2018, 11:55 Uhr | dpa, AFP

Eskalation in Nahen Osten (Screenshot: AP/dpa/Hatem Moussa)
Eskalation in Nahen Osten

Während die israelische Luftwaffe Dutzende Angriffe auf den Gazastreifen flog, schoss die Hamas Hunderte Raketen und Granaten Richtung Israel.

Neue Eskalation um den Gazastreifen: Während die israelische Luftwaffe Dutzende Angriffe auf den Gazastreifen flog, schoss die Hamas Hunderte Raketen und Granaten Richtung Israel. (Quelle: Reuters)


Bei den Kämpfen zwischen Hamas und israelischer Armee sind seit Sonntag mindestens 14 Menschen getötet worden. So angespannt war die Lage seit dem Gaza-Krieg 2014 nicht mehr.

Im Nahen Osten wächst die Furcht vor einem neuen Gaza-Krieg. Militante Palästinenser feuerten nach israelischen Armeeangaben seit Montag rund 400 Raketen und Mörsergranaten aus dem Gazastreifen auf Israel ab. Es handele sich um die intensivsten Angriffe seit dem Gaza-Krieg 2014, sagte der israelische Armeesprecher Jonathan Conricus am Dienstag. Als Reaktion darauf habe die israelische Armee mehr als 100 militärische Ziele angegriffen.

Wie das palästinensische Gesundheitsministerium in Gaza mitteilte, wurden dabei fünf Menschen getötet, davon mindestens vier militante Palästinenser. In der israelischen Stadt Aschkelon starb ein Mann, nachdem eine aus dem Gazastreifen abgefeuerte Rakete in sein Haus eingeschlagen war. Das Abwehrsystem Iron Dome (Eisenkuppel) fing nach israelischen Armeeangaben mehr als 100 der Geschosse ab. Auf beiden Seiten gab es Verletzte.

Acht Tote nach Spezialeinsatz in Gaza

Die Lage war eskaliert, nachdem der Einsatz einer israelischen Spezialeinheit im Gazastreifen am Sonntag fehlgeschlagen war. Dabei waren sieben militante Palästinenser und ein israelischer Offizier getötet worden. Die israelische Armee attackierte nach eigenen Angaben Ziele der im Gazastreifen herrschenden Hamas sowie der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad.

Unter anderem seien Waffenlager und unterirdische Infrastruktur getroffen worden, sagte Conricus. Darüber hinaus seien vier große Gebäude der Hamas getroffen worden, darunter der Sitz des Fernsehsenders Al-Aksa, ein Gebäude der Hamas-Sicherheitskräfte in Gaza sowie eine Einrichtung des Militärgeheimdienstes.

Raketen könnten Tel Aviv und Jerusalem treffen

Die Hamas wiederum veröffentlichte ein Video, das den Angriff mit einer Panzerabwehrrakete auf einen israelischen Bus zeigen soll. Bei dem Beschuss am Montag war ein israelischer Soldat schwer verletzt worden.

Ein Sprecher des militärischen Hamas-Flügels drohte mit neuen Angriffen auf weiter entfernte israelische Ziele. Die radikalislamische Palästinenserorganisation forderte eine internationale Untersuchung der israelischen Angriffe.



Israels Sicherheitskabinett wollte am Dienstag über das weitere Vorgehen beraten. Nach israelischen Informationen verfügt die Hamas über ein Arsenal von rund 20.000 Raketen und Mörsergranaten verschiedener Reichweite. Einige davon könnten die größten israelischen Städte Tel Aviv und Jerusalem erreichen und sogar Ziele darüber hinaus, sagte Conricus. Er warf der Hamas vor, die eigene Bevölkerung gezielt als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen.

"Extrem gefährlich und rücksichtslos"

Der UN-Nahostgesandte Nikolay Mladenov schrieb auf Twitter: "Die Eskalation in den vergangenen 24 Stunden ist extrem gefährlich und rücksichtslos." Die Vereinten Nationen arbeiteten eng unter anderem mit Ägypten zusammen, um die Lage zu beruhigen. Die EU rief beide Seiten auf, alles zu vermeiden, was zur Eskalation beitrage oder Zivilisten gefährde. "Alle gewalttätigen Handlungen müssen unverzüglich aufhören", sagte eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini.

Der Generalsekretär der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), Saeb Erekat, schrieb auf Twitter: "Der israelischen Regierung sollte bewusst sein, dass alle Angriffe auf das palästinensische Volk beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag gemeldet werden."

Seit März sind bei teilweise gewaltsamen Protesten an der Grenze des Gazastreifens zu Israel nach Angaben des Hamas-Gesundheitsministeriums mehr als 220 Palästinenser getötet worden. Die Demonstranten fordern eine Aufhebung der seit mehr als einem Jahrzehnt bestehenden Gazablockade sowie eine Rückkehr palästinensischer Flüchtlinge in Gebiete, die heute zu Israel gehören.

Verwendete Quellen:

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