Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Krisen & Konflikte >

Jemen: Rebellen fordern kompletten Rückzug der Militärkoalition

Teilabzug ist nicht genug  

Jemen: Rebellen fordern kompletten Rückzug der Militärkoalition

09.07.2019, 11:38 Uhr | AFP

Jemen: Rebellen fordern kompletten Rückzug der Militärkoalition. Trümmer im jemenitische Sanaa: Der Krieg hat laut UNO die größte humanitäre der heutigen Zeit ausgelöst – die Militärkoalition zieht sich zum Teil zurück. Die Rebellen fordern einen kompletten Rückzug.  (Quelle: imago images)

Trümmer im jemenitische Sanaa: Der Krieg hat laut UNO die größte humanitäre der heutigen Zeit ausgelöst – die Militärkoalition zieht sich zum Teil zurück. Die Rebellen fordern einen kompletten Rückzug. (Quelle: imago images)

Der Konflikt im Jemen hat laut UN zur derzeit größten humanitären Krise weltweit geführt. Rebellen werden von einer internationalen Militärkoalition bekämpft – diese zieht sich nun zum Teil zurück. Die Rebellen fordern mehr.  

Die Rebellen im Jemen haben den vollständigen Rückzug der internationalen Militärkoalition unter Führung Saudi-Arabiens gefordert. "Wir rufen alle Angreifer dazu auf, sich aus dem Jemen zurückzuziehen", schrieb Mohammed Ali al-Huthi, Chef des Höheren Revolutionskomitees, am Dienstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Die "Republik Jemen lehnt Aggression, Belagerung und Luftembargo ab", fügte er hinzu.

Die Militärkoalition hatte 2015 auf der Seite der international anerkannten Regierung im jemenitischen Bürgerkrieg gegen die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen eingegriffen. Die Vereinigten Arabischen Emirate, die der Militärkoalition angehören, kündigten am Montag einen Teilabzug ihrer Truppen aus dem Jemen an. Das Emirat wolle von einer "Vorrangstrategie für das Militär" zu einer "Vorrangstrategie für Frieden" übergehen, hieß es.

Zehntausende Tote – Cholera breitet sich aus

Nach Angaben von Hilfsorganisationen wurden in dem Konflikt im Jemen bereits Zehntausende Menschen getötet, unter ihnen Tausende Zivilisten. Die UN sprechen von der schlimmsten humanitären Krise weltweit.
 

 
Nach Angaben der Hilfsorganisation Save the Children stieg die Zahl der Cholerafälle in den ersten sechs Monaten des Jahres in dem Land rasant an. Demnach starben 2019 mindestens 193 Kinder an cholerabedingten Leiden. Mehr als 200.000 Kinder könnten sich schon infiziert haben, erklärte Save the Children. Aufgrund von Regenfällen und Überschwemmungen in der Regenzeit befürchtet die Organisation einen weiteren starken Anstieg.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
MagentaTV jetzt 1 Jahr inklusive erleben!*
hier Angebot sichern
Anzeige
Die neuesten Technik-Trends: Mieten ist das neue Kaufen
OTTO NOW entdecken
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal