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Syrien: Trotz Waffenruhe – mindestens 57 Tote bei Luftangriffen in Idlib

Trotz Waffenruhe in Syrien  

Mindestens 57 Tote bei Luftangriffen in Idlib

16.01.2020, 09:52 Uhr | AFP, lw

Trotz Waffenruhe: Angriffe auf syrisches Rebellengebiet

Trotz einer Waffenruhe sind in Syriens letztem großen Rebellengebiet Idlib bei einem Luftangriff der Regierung Aktivisten zufolge mindestens 15 Zivilisten getötet worden. (Quelle: dpa)

Idlib: In Syriens letztem großen Rebellengebiet wurden mindestens 15 Zivilisten getötet. (Quelle: dpa)


Trotz der vereinbarten Waffenruhe in Syrien haben Regierungstruppen eine Offensive in Idlib gestartet. Bei dem Angriff starben mindestens 57 Menschen – darunter auch Zivilisten. Hunderttausende sind auf der Flucht. 

Bei Luftangriffen der Regierungstruppen in der letzten syrischen Rebellenhochburg Idlib sind nach Angaben von Aktivisten am Mittwoch mindestens 18 Zivilisten getötet worden. Dutzende weitere Menschen wurden bei dem Angriff in der Provinzhauptstadt Idlib verletzt, wie die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte. Unter den Todesopfern seien auch zwei Kinder.

Zudem seien mindestens 39 Kämpfer getötet worden. Darunter seien 22 Kämpfer von Dschihadisten- und Rebellengruppen und 17 Kämpfer der syrischen Armee und verbündeter Milizen.

In Idlib wurden den Angaben zufolge ein Gemüsemarkt und mehrere Werkstätten getroffen. Wie ein AFP-Reporter berichtete, brannten bei den Angriffen zudem mehrere Autos in einer Industriezone vollständig aus. 

Seit Dezember flohen 350.000 Menschen

Die Provinz Idlib im Nordwesten des Bürgerkriegslandes ist die letzte Rebellenhochburg in Syrien. Eigentlich war am Sonntag eine neue Waffenruhe in Kraft getreten, die Russland und die Türkei ausgehandelt hatten. Angesichts eines Vormarsches der Regierungstruppen sind in Idlib hunderttausende Menschen auf der Flucht. Nach Angaben der Vereinten Nationen flohen allein seit Anfang Dezember rund 350.000 Menschen in der Region vor Luftangriffen und Gefechten.

Idlib sowie Teile der angrenzenden Provinzen Hama, Aleppo und Latakia werden von dem früheren Al-Kaida-Ableger HTS und anderen islamistischen Milizen kontrolliert. Der syrische Machthaber Baschar al-Assad ist entschlossen, die Region wieder unter seine Kontrolle zu bringen. Auf Vermittlung der Türkei und Russlands war bereits im September 2018 eine Waffenruhe in Idlib vereinbart worden, im April 2019 starteten die Regierungstruppen jedoch eine Offensive.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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