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Deutsche Rechtsextreme auf Lesbos verpr├╝gelt

  • Lars Wienand
Von Lars Wienand

Aktualisiert am 06.03.2020Lesedauer: 3 Min.
Verpr├╝gelte Rechtsextreme: Auf Lesbos wurden Jonathan S. (NPD, ganz rechts) und der Identit├Ąre Mario M. (Bildmitte) angegriffen.
Verpr├╝gelte Rechtsextreme: Auf Lesbos wurden Jonathan S. (NPD, ganz rechts) und der Identit├Ąre Mario M. (Bildmitte) angegriffen. (Quelle: Twitter/Barbamou)
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Sie wollen sich als "Grenzsch├╝tzer" und Helfer der Einheimischen pr├Ąsentieren: Eine Gruppe von Rechtsextremen aus Deutschland und ├ľsterreich ist nach der Ankunft auf Lesbos verpr├╝gelt worden.

Mehrere Mitglieder der Identit├Ąren Bewegung und aus ihrem Umfeld sind am Freitag in der Haupteinkaufsstra├če der Hafenstadt Mytilini in Lesbos attackiert worden. Ein Augenzeuge berichtete t-online.de, Antifaschisten h├Ątten die aus Deutschland und ├ľsterreich angereisten M├Ąnner attackiert. Ein Foto zeigt einen blutenden Rechtsextremen mit Kopfverband, daneben den an der Lippe verletzten Identit├Ąren-Kader Mario M. aus Halle.

Seit Tagen pr├Ąsentieren sich Identit├Ąre und Rechtsextreme aus anderen Gruppen als vermeintliche Unterst├╝tzer beim "Grenzschutz" in Griechenland und versuchen den Eindruck zu erwecken, der einheimischen Bev├Âlkerung damit helfen zu wollen. Die Th├╝ringer Landtagsabgeordnete und Rechtsextremismus-Expertin Katharina K├Ânig-Preuss hatte schon am Mittwoch gefordert, die Ausreise von Neonazis nach Griechenland zu verhindern. Der Gr├╝nen-Europaabgeordnete Erik Marquardt, der seit 25. Februar auf Lesbos ist, schrieb am Freitag auf Twitter, es seien "wohl 40 internationale Nazis angekommen, darunter vorbestrafte Gewaltt├Ąter." Bei den letzten ├ťbergriffen habe der Polizeinotruf nicht geholfen. "Es drohen folgenlose Hetzjagden."

Gruppe gab sich als Journalisten aus

Die Gruppe in Mytilini erkl├Ąrte dem Portal "Stonisi.gr" zufolge, sie seien Journalisten und wollten "die griechische Seite" zeigen. Tats├Ąchlich ist der fr├╝her bei den Autonomen Nationalisten aktive Mario M. auch f├╝r ein rechtes Querfront-Magazin als Autor t├Ątig. M. war Gr├╝nder und Kopf der Gruppe "Kontrakultur Halle", eine der wenigen zeitweise erfolgreichen Gruppen der Identit├Ąren Bewegung in Deutschland. Auf Fotos ist auch ein ├Âsterreichisches Mitglied der Identit├Ąren zu sehen und ein Mann, bei dem es sich offenbar um einen NPD-Politiker aus Baden-W├╝rttemberg handelt.

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"Es waren vier M├Ąnner von den Identit├Ąren", schilderte Twitterer @Barbamou (voller Name ist der Redaktion bekannt), der kurz nach dem Vorfall ein Foto mit dem Text machte und mit anderen Augenzeugen sprach. "Antifa-Leute sind ihnen nachgelaufen, haben sie geschlagen und sind weg." Dabei habe es Rufe gegeben, Nazis seien nicht willkommen.


Aus der Gruppe der Identit├Ąren sei zuvor noch gerufen worden, sie geh├Ârten zu keiner NGO. M├Âglicherweise gingen sie davon aus, sie w├╝rden ansonsten aus diesem Grund angegriffen. In den vergangenen Tagen hatte es einige ├ťbergriffe auf Fl├╝chtlingshelfer und Journalisten gegeben.

Unter der lokalen Bev├Âlkerung gibt es erheblichen Unmut ├╝ber die Zust├Ąnde und dar├╝ber, mit den ankommenden Fl├╝chtlingen weitgehend im Stich gelassen zu werden. Auf der Insel mit knapp 90.000 Einwohnern leben unter unw├╝rdigen Umst├Ąnden mehr als 20.000 Gefl├╝chtete. Der Tourismus auf der Insel ist zusammengebrochen. "Ich denke aber nicht, dass die Menschen, die hier leben, Nazis beistehen w├╝rden", so K., der nach seinen Worten vor einigen Jahren aus Berlin nach Lesbos gezogen ist.

"Auf dem Weg nach Lesbos": Der Mannheimer NPD-Spitzenkandidat Jonathan S. in seinem Telegram-Kanal.
"Auf dem Weg nach Lesbos": Der Mannheimer NPD-Spitzenkandidat Jonathan S. in seinem Telegram-Kanal. (Quelle: Screenshot)

Bei dem am Kopf verletzten Mann handelt es sich offenbar um einen NPD-Politiker. Der Mann, der als Spitzenkandidat der NPD bei der Kommunalwahl in Mannheim angetreten war, hatte am Donnerstag ein Foto von sich mit dem Text "Auf dem Weg nach Lesbos" bei Telegram gepostet. Eine Antwort der ├Ârtlichen NPD dazu steht noch aus.

Dem Portal "Stonisi.gr" zufolge wurde aus der Gruppe der Neonazis nach dem ├ťberfall auf sie gerufen, man werde tun, was in Kalavryta geschehen sei. Am 13. Dezember 1943 hatten Wehrmachtssoldaten in dem griechischen Dorf Hunderte Zivilisten ermordet.

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