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Afghanistan: Mehrere Raketen auf US-Luftwaffenstützpunkt eingeschlagen

Angriff in Afghanistan  

Mehrere Raketen auf US-Luftwaffenstützpunkt eingeschlagen

09.04.2020, 12:08 Uhr | dpa

Afghanistan: Mehrere Raketen auf US-Luftwaffenstützpunkt eingeschlagen. Afghanistan: Die US-Basis wurde mit Raketen attakiert (Symbolbild).  (Quelle: imago images/Xinhua)

Afghanistan: Die US-Basis wurde mit Raketen attakiert (Symbolbild). (Quelle: Xinhua/imago images)

Der US-Luftwaffenstützpunkt Bagram in Afghanistan wurde mit mehreren Raketen angegriffen. Im Internet bekannte sich die Terrormiliz IS zu der Attacke. 

Auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Bagram in Afghanistan sind am Morgen mehrere Raketen eingeschlagen. Fünf Raketen seien von Unbekannten aus dem Heck eines Fahrzeugs abgefeuert worden, teilte das afghanische Innenministerium am Donnerstag mit.

Die Nato-Ausbildungsmission "Resolute Support" bestätigte den Raketenangriff auf Twitter. Demnach gab es keine Toten oder Verletzten. Die afghanischen Sicherheitskräfte würden den Vorfall untersuchen, hieß es in der Stellungnahme. Die Taliban dementierten, für den Angriff verantwortlich zu sein. Im Internet bekannte sich kurz nach dem Angriff die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) zu der Attacke.

Angriffe seit Abkommen zwischen Taliban und USA 

Seit die USA und die Taliban ein Abkommen zum schrittweisen Abzug der internationalen Truppen unterzeichnet haben, kommt es immer wieder zu Raketenangriffen auf die US-Streitkräfte.

Ein Gouverneur der Provinz sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass zwei Raketen ein Wohngebiet getroffen hätten. Dabei sollen auch Schäden an Häusern entstanden sein. Drei der Raketen seien auf dem Flughafengelände der Basis eingeschlagen. Die Raketen seien nördlich des Stützpunkts aus einem Taliban-Gebiet abgefeuert worden.

Am Morgen kündigte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, Dschawid Faisal, die Freilassung von weiteren 100 Talibankämpfern an. Am Mittwoch hatte die vereinbarte Freilassung von inhaftierten Taliban begonnen, nachdem Regierungsvertreter und eine Taliban-Delegation eine Woche lang diskutiert hatten.

Die USA und die Taliban hatten am 29. Februar ein Abkommen unterzeichnet, das einen schrittweisen Abzug aller internationalen Truppen aus Afghanistan vorsieht. Zudem soll es den Weg für innerafghanische Friedensgespräche ebnen. Bis zu 5000 Gefangene der Taliban sollen laut Abkommen freikommen. Im Gegenzug garantierte die militant-islamistische Gruppe den USA, dass von Afghanistan keine Terrorgefahr ausgehe. Der gewaltsame Konflikt zwischen den Taliban und den afghanischen Sicherheitskräften geht seitdem jedoch weiter. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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