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Nigeria: Boko Haram bekennt sich zur Entführung von Hunderten Kindern

Nigeria  

Boko Haram bekennt sich zur Entführung von Hunderten Kindern

15.12.2020, 07:49 Uhr | dpa

Nigeria: Boko Haram bekennt sich zur Entführung von Hunderten Kindern. Schule in Nigeria: Etwa 330 Jungen sind offenbar von der Islamistengruppe Boko Haram entführt worden.  (Quelle: AP/dpa/Abdullatif Yusuf)

Schule in Nigeria: Etwa 330 Jungen sind offenbar von der Islamistengruppe Boko Haram entführt worden. (Quelle: Abdullatif Yusuf/AP/dpa)

Hunderte Schüler waren am Freitag von bewaffneten Männern in Nigeria verschleppt worden. Bei dem Überfall hatten die Angreifer mit Maschinenpistolen um sich geschossen.

Die islamistische Terrorgruppe Boko Haram steckt nach eigenen Angaben hinter dem Angriff auf eine Schule im westafrikanischen Staat Nigeria und der Verschleppung hunderter Kinder. Laut der Online-Zeitung "Daily Nigerian" erhielt diese am Dienstag eine Audio-Botschaft des Boko-Haram-Anführers Abuibakar Shekau. Darin werde die Tat mit einer islamfeindlichen westlichen Erziehung der Kinder begründet. Unklarheit herrscht über die Zahl der verschleppten Kinder und Jugendlichen. Die nigerianische Regierung spricht von 333 entführten Schülern. Der Zeitung zufolge sind es 668, also praktisch doppelt so viele.

Etwa 200 Kinder konnten entkommen

Der Angriff auf die staatliche Oberschule in Kankara in der Nordregion Katsina ereignete sich am vergangenen Freitag. Dabei schossen zahlreiche bewaffnete Männer mit Maschinenpistolen um sich. Etwa 200 Kinder und Jugendliche konnten entkommen. In der Nachricht der Terrorgruppe heißt es "Daily Nigerian" zufolge: "Was in Katsina passiert ist, wurde getan, um den Islam zu fördern und un-islamische Praktiken wie westliche Erziehung zu entmutigen." Die Zeitung erhielt früher schon Selbstbezichtigungsnachrichten von Boko Haram.

Ähnliche Überfälle hat Boko Haram schon wiederholt verübt. Im April 2014 hatte die Gruppierung aus einer Schule in Chibok (Bundesstaat Borno) 276 Mädchen entführt. Viele gelten bis heute als vermisst.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa

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