• Home
  • Politik
  • Ausland
  • Krisen & Konflikte
  • Nahostkonflikt: Israelische Armee greift Tunnelsystem der Hamas an


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextPutin-Kritiker stürzt in den TodSymbolbild für einen TextWetterdienst warnt vor ÜberflutungenSymbolbild für einen TextPetersen-Tod: TV-Sender ändern ProgrammSymbolbild für einen TextJunge Japaner sollen mehr Alkohol trinkenSymbolbild für einen TextHund beißt Kleinkind – Frauchen flüchtetSymbolbild für ein VideoHai kommt Badegästen gefährlich naheSymbolbild für einen TextHollywood-Paar lässt sich scheidenSymbolbild für einen TextAldi bringt limitierte Produkte auf den MarktSymbolbild für einen TextZuckerberg teilt Foto – das Netz lachtSymbolbild für einen TextKinder-Leichenteile in Koffer entdecktSymbolbild für einen TextMann vor Studentenclub totgeprügeltSymbolbild für einen Watson TeaserDFB-Star rechnet mit Ex-Klub abSymbolbild für einen TextNach der Ernte ist vor der Ernte

Israelische Armee greift Tunnelsystem der Hamas an

Von dpa, t-online
Aktualisiert am 14.05.2021Lesedauer: 3 Min.
Nahost-Konflikt: Israel setzt die Offensive im Gaza-Streifen fort. (Quelle: t-online)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Raketen, Gewehre, Munition – über Schmugglerpfade soll die Hamas an ihre Waffen kommen. In der Nacht hat die israelische Armee offenbar eine wichtige Infrastruktur der Hamas angegriffen.

Israels Armee hat nach eigenen Angaben bei einem komplexen Angriff ein Tunnelsystem der islamistischen Hamas im Gazastreifen beschossen. Daran beteiligt seien 160 "Luftfahrzeuge" gewesen, sagte Armeesprecher Jonathan Conricus am Freitagmorgen. Unterstützung hätten sie von israelischer Seite unter anderem von Panzern erhalten. Ihr Einsatz dauerte demnach rund 40 Minuten.


Dramatische Bilder aus Israel und Palästina

Gaza: Seit dem 10. Mai spitzt sich der Konflikt in Nahost zu. Es kommt vermehrt zu Angriffen von Israelis sowie von Palästinensern. Auf beiden Seiten gab es Tote.
Lod in Israel: Ein Mann steht vor seinem brennenden Auto, nachdem die Hamas erklärte, 130 Raketen aus dem Gazastreifen nach Tel Aviv und Zentralisrael abgefeuert zu haben.
+7

Ziel sei ein Tunnelsystem der Hamas in dem Küstengebiet gewesen, das "Metro" genannt werde, sagte Conricus. Dabei handele es sich um eine Art "Stadt unter der Stadt". Die Hamas habe Jahre in den Bau des Tunnelsystems investiert. Darüber soll auch der Waffenschmuggel stattfinden. Mehr dazu lesen Sie hier. Der Grad der Zerstörung sei noch unklar. Zur Unterstützung feuerten unter anderem Panzer von israelischer Seite auf Ziele im Gazastreifen. Conricus betonte, kein israelischer Soldat habe den Gazastreifen betreten.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Putin führt Russland in die Falle
Russlands autokratisch regierender Präsident Wladimir Putin setzt seinen aggressiven Kurs unbeirrt fort.


Das israelische Fernsehen hatte zuvor von massiven Angriffen der Luftwaffe sowie der Artillerie und Panzertruppen auf den Küstenstreifen berichtet. Die Armee erklärte in der Nacht: "Luft- und Bodentruppen greifen gegenwärtig im Gazastreifen an." Anschließend gab es Berichte, wonach Bodentruppen in den Gazastreifen vorgedrungen seien. Der Armeesprecher entschuldigte sich für Fehlkommunikation.

Über 100 Menschen getötet

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza wurden seit Beginn der Eskalation des Konflikts 109 Menschen getötet und 621 weitere verletzt. Wie die Armee mitteilte, wurden in Israel durch Beschuss bisher acht Menschen getötet.

Der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern war zuletzt wieder aufgeflammt. Er spitzte sich während des muslimischen Fastenmonats Ramadan und nach der Absage der palästinensischen Parlamentswahl immer weiter zu. Als Auslöser gelten etwa Polizeiabsperrungen in der Jerusalemer Altstadt, die viele junge Palästinenser als Demütigung empfanden.

Gewalt auch in israelischen Ortschaften

Hinzu kamen Auseinandersetzungen von Palästinensern und israelischen Siedlern im Jerusalemer Viertel Scheich Dscharrah wegen Zwangsräumungen sowie heftige Zusammenstöße auf dem Tempelberg (Al-Haram al-Scharif). Die Anlage mit Felsendom und Al-Aksa-Moschee ist die drittheiligste Stätte des Islam. Sie ist aber auch Juden heilig, weil dort früher zwei jüdische Tempel standen. Der Konflikt greift zunehmend auch auf Orte im israelischen Kernland über – mit Gewalttaten von Arabern gegen Juden und umgekehrt.

Die Hamas hat sich zum Verteidiger Jerusalems erklärt. Von Israel verlangte sie zu Wochenbeginn per Ultimatum unter anderem, dass alle israelischen Polizisten und Siedler den Tempelberg und Scheich Dscharrah verlassen – Israel folgte dem nicht. Die Hamas hat ihren Raketenbeschuss unter das Motto "Schwert von Jerusalem" gestellt. Israel nennt seinen Einsatz "Wächter der Mauern".

1.800 Raketen auf Israel

Wie der Armeesprecher sagte, feuerten militante Palästinenser im Gazastreifen seit Montagabend bislang 1.800 Raketen auf Israel ab. Rund 430 davon seien noch in dem Küstengebiet niedergegangen. Die Erfolgsquote des Abfangsystems Eisenkuppel ("Iron Dome") hat das Militär zuletzt im Schnitt mit rund 90 Prozent angegeben.

Vor allem im Umkreis des Gazastreifens ertönten am Morgen immer wieder Raketen-Warnsirenen. Nach Polizeiangaben wurde ein Haus in der Stadt Aschkelon von einer Rakete getroffen.

9.000 weitere Reservisten mobilisiert

Israel macht die im Gazastreifen herrschende Hamas für alle Angriffe aus dem Gazastreifen verantwortlich. Die zweitgrößte Palästinensergruppe wird von Israel und der EU als Terrororganisation eingestuft.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte in der Nacht zu den Angriffen: "Ich habe gesagt, dass Hamas einen sehr hohen Preis zahlen wird." Man werde die Angriffe "mit großer Intensität fortsetzen", sagte er in einer Videobotschaft. "Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen und diese Operation wird so lange wie nötig weitergehen." Verteidigungsminister Benny Gantz hatte zuvor die Mobilisierung von weiteren 9.000 Reservisten genehmigt.

Seit Ende 2008 haben Israel und die Hamas drei Kriege geführt. Mehr als 2.100 Palästinenser und mehr als 70 Israelis wurden 2014 im 50 Tage langen Gaza-Krieg nach Angaben beider Seiten getötet. 18.000 Häuser im Gazastreifen wurden damals der UN-Nothilfeorganisation Ocha zufolge zerstört oder beschädigt.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Von Wladimir Kaminer
  • Hanna Klein
  • Axel Krüger
Von Hanna Klein, Axel Krüger
IsraelLuftwaffe
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website