Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Krisen & Konflikte >

Nahost: Hamas will über Austausch von Gefangenen verhandeln

Nahost-Konflikt  

Hamas will über Austausch von Gefangenen verhandeln

01.06.2021, 04:26 Uhr | AFP

Nahost: Hamas will über Austausch von Gefangenen verhandeln. Konflikt in Nahost:  Yahya Sinwar (l), palästinensischer Führer der Hamas im Gazastreifen, und Abbas Kamel (r), Direktor des ägyptischen General Intelligence Directorate (EGID), kommen zu einem gemeinsamen Treffen. (Quelle: Mohammed Salem/Pool Reuters/AP/dpa)

Konflikt in Nahost: Yahya Sinwar (l), palästinensischer Führer der Hamas im Gazastreifen, und Abbas Kamel (r), Direktor des ägyptischen General Intelligence Directorate (EGID), kommen zu einem gemeinsamen Treffen. (Quelle: Mohammed Salem/Pool Reuters/AP/dpa)

Seit elf Tagen schweigen die Waffen zwischen Israel und der Hamas. Nun wollen die militanten Palästinenser in Gaza Verhandlungen führen: Es geht darum, Gefangene auszutauschen.

Nach Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas hat sich die radikalislamische Palästinenserorganisation zu Verhandlungen über einen Austausch von Gefangenen bereit erklärt. "Wir sind bereit zu indirekten, dringlichen und raschen Verhandlungen" über dieses Thema, erklärte am Montag der Chef des politischen Flügels der Hamas im Gazastreifen, Jahia Sinwar. Es gebe nun eine "wirkliche Chance", diese Angelegenheit voranzubringen.

Sinwar machte diese Äußerungen am Rande eines Besuchs des ägyptischen Geheimdienstchefs Abbas Kamel im Gazastreifen. Kamel bemüht sich darum, die nach elftägigen heftigem gegenseitigen Raketenbeschuss zwischen der israelischen Armee und der Hamas in Kraft getretene Feuerpause zu konsolidieren. Die Feuerpause war unter Vermittlung Ägyptens zustande gekommen.

Nach Angaben eines Hamas-Vertreters, der anonym bleiben wollte, drehten sich die Gespräche Kamels in Gaza-Stadt um den angestrebten Übergang von der derzeitigen Feuerpause zu einem langfristigen Waffenstillstand, den Wiederaufbau des Gazastreifens sowie einen Gefangenenaustausch. Kamel hatte zuvor den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in Jerusalem besucht.

Menschen vor zerbombten Häusern im Gazastreifen: Mehr als elf Tage lieferten sich militante Palästinenser und Israel einen heftigen Beschuss. (Quelle: AP/dpa/Felipe Dana)Menschen vor zerbombten Häusern im Gazastreifen: Mehr als elf Tage lieferten sich militante Palästinenser und Israel einen heftigen Beschuss. (Quelle: Felipe Dana/AP/dpa)

Israels Außenminister reist nach Kairo

Am Sonntag war zudem der israelische Außenminister Gabi Aschkenasi in Kairo mit seinem ägyptischen Amtskollegen Sameh Schukri zusammengetroffen. Es war der erste offizielle Besuch eines israelischen Außenministers in Kairo seit 13 Jahren. Auch dabei ging es um ein dauerhaftes Schweigen der Waffen zwischen Israel und der Hamas.

Aschkenasi sprach in Kairo das Schicksal zweier verschwundener israelischer Soldaten an, von denen angenommen wird, dass sie tot sind. Ebenso sprach er über zwei israelische Staatsbürger, von denen vermutet wird, dass sie im Gazastreifen inhaftiert sind. In Israel sitzen wiederum mehr als 5.000 Palästinenser in den Gefängnissen ein.

Bei dem heftigen gegenseitigen Raketenbeschuss zwischen Israel und der Hamas waren nach Angaben von Mitarbeitern des Gesundheitswesens 254 Palästinenser getötet worden, darunter 66 Kinder. In Israel wurden nach Angaben von Ärzten zwölf Menschen durch aus dem Gazastreifen abgefeuerte Raketen getötet.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur afp

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Weltbild.detchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: