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Jemen: Mindestens 30 Tote bei Raketenangriff wohl durch Huthi-Rebellen


Wohl durch Huthi-Rebellen
Mindestens 30 Tote bei Raketenangriff im Jemen

Von dpa
29.08.2021Lesedauer: 1 Min.
Huthi-Kämpfer in Sanaa: Sie kontrollieren den Norden des Landes, sowie die Hauptstadt Sanaa (Symbolbild).Vergrößern des BildesHuthi-Kämpfer in Sanaa: Sie kontrollieren den Norden des Landes, sowie die Hauptstadt Sanaa (Symbolbild). (Quelle: Mohammed Mohammed/Xinhua/imago-images-bilder)
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Bei einem Raketenangriff sind im Jemen 30 Menschen getötet und Dutzende schwer verletzt worden. Hinter dem Anschlag werden Huthi-Rebellen vermutet. Seit Jahren kämpfen sie gegen die Regierung.

Bei einem Raketenangriff im Jemen sind medizinischen Kreisen zufolge mindestens 30 Menschen getötet worden. 40 weitere seien verletzt worden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Kreisen eines Krankenhauses in der südlichen Provinz Lahidsch. Laut Augenzeugen schlugen drei Raketen auf dem Luftwaffenstützpunkt Al-Anad ein, der von Regierungstruppen genutzt wird. Die meisten Opfer seien Soldaten einer regierungsnahen Brigade, berichtete die Nachrichtenseite Adan al-Ghad unter Berufung auf Militärkreise.

Al-Anad ist der größte Luftwaffenstützpunkt in dem Bürgerkriegsland, in dem die Huthi-Rebellen gegen Truppen der Regierung kämpfen. Diese wird von einem Militärbündnis unter Führung Saudi-Arabiens unterstützt. Den strategisch wichtigen Stützpunkt nördlich der Hafenstadt Aden hatten die Aufständischen Anfang 2019 mit einer Drohne angegriffen und dabei mehrere hochrangige Offiziere verletzt. Auch diesmal richtete sich der Verdacht gegen die Huthi-Rebellen, die vom Iran unterstützt werden. Zunächst bekannte sich niemand zu der Attacke.

Der verheerende Bürgerkrieg in dem stark verarmten Land tobt seit 2015. Die Huthis hatten das Land 2014 überrannt und kontrollieren heute den Nordjemen samt der Hauptstadt Sanaa. Im Jemen spielt sich den Vereinten Nationen zufolge die schwerste humanitäre Krise weltweit ab. Rund 70 Prozent der Bevölkerung sind auf humanitäre Hilfe oder Schutz angewiesen. Bei 16 Millionen Menschen sind die Lebensmittel knapp, mehr als die Hälfte davon sind Kinder.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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