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Russland-Affäre: Jared Kushner im Visier des US-Sonderermittlers

Kushner in Russland-Affäre im Visier  

US-Sonderermittler knöpft sich Trumps Schwiegersohn vor

16.06.2017, 11:37 Uhr | dru, dpa, Reuters

Russland-Affäre: Jared Kushner im Visier des US-Sonderermittlers. Die US-Justiz schaut sich die Finanzen von Jared Kushner genau an. (Quelle: Reuters/Jonathan Ernst)

Die US-Justiz schaut sich die Finanzen von Jared Kushner genau an. (Quelle: Jonathan Ernst/Reuters)

Nach US-Präsident Donald Trump nimmt sich der Sonderermittler in der Russland-Affäre nun auch dessen Schwiegersohn Jared Kushner vor. Dabei interessieren Robert Mueller vor allem die geschäftlichen Beziehungen von Trumps Top-Berater. Derweil hat sich Vizepräsident Mike Pence lieber schon mal einen Anwalt genommen.

Wie die "Washington Post" schreibt, untersucht Mueller die Finanzen und geschäftliche Tätigkeiten von Kushner. Dabei geht es vor allem um zwei Treffen des Ehemannes von Ivanka Trump im Dezember: zum einen mit dem russischen Botschafter Sergej Kisljak, zum anderen mit dem Chef der russischen Entwicklungsbank, Sergej Gorkow.

Bei dem Treffen mit Kisljak soll Kushner versucht haben, einen informellen Gesprächskanal zwischen Trumps Team und dem Kreml zu etablieren. Die Begegnung mit Gorkow hatte nach Angaben des Weißen Hauses keinen geschäftlichen Hintergrund. Allerdings stellt die Bank das anders dar: Kushner nahm an dem Treffen als Chef von Trumps Immobilienfirma teil.

Immobiliendeal der Grund für das Treffen?

Was die Angelegenheit delikat macht: Zu diesem Zeitpunkt soll Kushner händeringend nach einem Investor für den Kauf eines 1,8 Milliarden Dollar teuren Bürogebäudes in New York gesucht haben. Vermischte er dabei persönliche finanzielle Interessen mit seinem öffentlichen Amt?

Ein Anwalt Kushners sagte der "Washington Post", man wisse nicht, worauf sich der Bericht beziehe. "Es würde der gängigen Praxis entsprechen, dass ein Sonderermittler finanzielle Unterlagen überprüft, um nach Verbindungen zu Russland zu suchen", hieß es in einer Stellungnahme des Anwalts Jamie Gorelick. Kushner habe sich bereits dazu bereit erklärt, dem Kongress Auskunft über alles zu geben, was er zu Russland wisse. Er werde dasselbe bei jeder anderen Untersuchung tun.

Großes Zittern im Weißen Haus

Muellers Ermittlungen sorgen zunehmend für Nervosität im Weißen Haus. "Die Bedrohung durch die Justiz wird mit jedem Tag größer", sagte ein Trump-Berater der "Washington Post". "Als Mitarbeiter des Weißen Hauses siehst du zu, dass du in Deckung bleibst und deinen Job machst."

Erst gestern war bekannt geworden, das Mueller auch gegen Trump selbst ermittelt. Dabei geht es um den Vorwurf der Justizbehinderung. Trump soll versucht haben, bei Behördenchefs auf eine Einstellung der Ermittlungen gegen Ex-Sicherheitsberater Michael Flynn zu drängen. Flynn gilt als Schlüsselfigur der Russland-Affäre. Er musste den Hut nehmen, weil er über seine Kontakte nach Moskau gelogen hatte.

Vizepräsident nimmt sich Top-Anwalt

Mit Blick auf eine mögliche Ausweitung der Ermittlungen, hat Vizepräsident Mike Pence den Top-Anwalt Richard Cullen angeheuert, wie sein Büro erklärte. Der ehemalige Bundesstaatsanwalt vertritt auch Ex-Fifa-Chef Sepp Blatter bei den Korruptionsermittlungen gegen den Welt-Fußballverband.

Trump reagierte wütend auf die Untersuchungen gegen ihn. Auf Twitter polterte er: "Ihr werdet Zeugen der größten Hexenjagd in der amerikanischen Politikgeschichte - geführt von einigen sehr schlechten und widersprüchlichen Leuten!"

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