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FBI untersucht Kampagne gegen Russland-Sonderermittler

Rechte Lobbyisten im Visier  

FBI untersucht Kampagne gegen Russland-Sonderermittler

30.10.2018, 21:40 Uhr | AFP , jmt

FBI untersucht Kampagne gegen Russland-Sonderermittler. FBI-Sonderermittler Robert Mueller: Reporter erhielten gefälschte Emails und Drohungen. Es scheint eine Schmierenkampagne gegen Mueller zu laufen. (Quelle: Reuters/Yuri Gripas)

FBI-Sonderermittler Robert Mueller: Reporter erhielten gefälschte Emails und Drohungen. Es scheint eine Schmierenkampagne gegen Mueller zu laufen. (Quelle: Yuri Gripas/Reuters)

Offenbar versuchen rechte Lobbyisten FBI-Sonderermittler Robert Mueller zu diskreditieren. Das FBI ermittelt. Mueller untersucht die Einmischung Russlands in den US-Wahlkampf.

Die US-Bundespolizei FBI geht einer mutmaßlichen Schmierenkampagne gegen Sonderermittler Robert Mueller nach, der die Russland-Kontakte des früheren Wahlkampfteams von Präsident Donald Trump untersucht. Muellers Sprecher Peter Carr teilte mit, Frauen sei angeblich Geld dafür angeboten worden, falsche Anschuldigungen sexueller Übergriffe gegen den Sonderermittler zu erheben.

Fälschungen und Drohungen

Zuvor hatte das US-Nachrichtenportal "Hill Reporter" über die Vorgänge berichtet: Demnach habe eine angeblich anonym bleiben wollende Frau per Email Kontakt zu dem Portal und mehreren anderen US-Medien aufgenommen. Ihr sei Geld angeboten worden, damit sie Vorwürfe gegen Mueller erhebe, hieß es in der Mail. Der Haken: Die Medien fanden schnell heraus, dass die Frau nicht existierte – wurden aber kurz darauf bedroht, als sie eine Nummer kontaktierten, die in der Email enthalten war.

Doch die Drohung hinterließ Spuren: Offenbar war online eine nicht existente "Sicherheitsfirma" ins Leben gerufen worden – die in Kontakt mit einem bekannten rechten Lobbyisten steht. Der wiederum steht in Kontakt mit einem weiteren rechten Lobbyisten, Radio-Moderator und Verschwörungstheoretiker – der nun behauptete, Beweise für Muellers Fehlverhalten zu haben. Die Reporter vermuten, die Fake-Story habe dazu dienen sollen, Mueller zu diskreditieren – oder als Werbung für die Radio-Show dienen sollen. Das FBI untersucht die Vorgänge nun.


Muellers Ermittlungen haben bislang zu Anklageerhebungen gegen vier frühere Trump-Mitarbeiter und 25 russische Staatsbürger geführt. Der Präsident geißelt die Untersuchungen regelmäßig als "Hexenjagd". Zuletzt enthielten die Anklagen aber immer detailliertere Schilderungen der russischen Einflussnahme.

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