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Cohen gab Manipulation von Umfragen in Auftrag

Von afp
Aktualisiert am 18.01.2019Lesedauer: 2 Min.
Michael Cohen: Donald Trumps Ex-Anwalt hat die Manipulation einer Umfrage zugegeben.
Michael Cohen: Donald Trumps Ex-Anwalt hat die Manipulation einer Umfrage zugegeben. (Quelle: Jeenah Moon/Archivbild/Reuters-bilder)
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Michael Cohen packt weiter aus: Nach eigenen Angaben soll Trumps ehemaliger Anwalt die Manipulation von online Umfragen zu Gunsten des PrÀsidenten in Auftrag gegeben haben.

Der US-Anwalt Michael Cohen hat zugegeben, in der Vorbereitungsphase fĂŒr die PrĂ€sidentschaftskampagne von Donald Trump die Manipulation einer Umfrage zu dessen Gunsten in Auftrag gegeben zu haben. Er habe dabei im Auftrag Trumps gehandelt, erklĂ€rte der langjĂ€hrige Vertraute des heutigen PrĂ€sidenten am Donnerstag.

"Was ich getan habe, geschah auf Anweisung von und zum ausschließlichen Nutzen" Trumps, schrieb Cohen im Kurzbotschaftendienst Twitter. Er bedauere heute aufrichtig seine "blinde LoyalitĂ€t" zu einem Mann, der diese nicht verdiene.

Der 52-jĂ€hrige Cohen war im Dezember zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Er wurde unter anderem wegen VerstĂ¶ĂŸen gegen die Wahlkampffinanzierungsgesetze verurteilt. Seine Haftstrafe muss er vorerst noch nicht antreten.

Tech-Firma sollte Skript erstellen, um falsche Stimmen zu erzeugen

Über die Manipulation von Umfragen zugunsten Trumps hatte zuvor am Donnerstag das "Wall Street Journal" berichtet. Demnach beauftragte Cohen Anfang 2015 den Chef einer kleinen Technologiefirma, ein Computerskript zu erstellen, um falsche Stimmen in einer Umfrage des "Drudge Report" zu erzeugen.

In der Befragung des bei Konservativen beliebten Internetportals ging es um die Zustimmung fĂŒr potenzielle PrĂ€sidentschaftskandidaten der Republikaner. Trump landete mit 24.000 Stimmen oder fĂŒnf Prozent auf dem fĂŒnften Platz.

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Schon ein Jahr zuvor hatte Cohen laut "Wall Street Journal" dieselbe Firma mit dem Namen RedFinch mit der Manipulation einer Umfrage beauftragt. Damals habe RedFinch dafĂŒr sorgen sollen, dass der Immobilienmogul in einer Online-Befragung des Senders CNBC zu den besten GeschĂ€ftsleuten des Landes gut abschnitt. RedFinch-Chef John Gauger sagte dem Blatt, der Versuch der Umfragetricksereien sei nicht erfolgreich gewesen.

Der Zeitung zufolge zahlte Cohen Anfang 2015 zwischen 12.000 und 13.000 Dollar (nach heutigem Wert: 10.500 und 11.400 Euro) in Bar an Gauger. Anfang 2017 habe Cohen sich wiederum von der Trump-Kampagne 50.000 Dollar fĂŒr "Tech-Dienste" zahlen lassen. Cohen bestritt jedoch, die Firma bar bezahlt zu haben, dies sei per Scheck geschehen.

Cohen soll Schweigegelder fĂŒr Trump gezahlt haben.

Die Verurteilung Cohens wegen VerstĂ¶ĂŸen gegen das Wahkampffinanzierungsrecht bezieht sich auf die Schweigegelder fĂŒr zwei angebliche frĂŒhere Sexpartnerinnen Trumps, die Pornodarstellerin Stormy Daniels und das ehemalige "Playboy"-Model Karen McDougal. Auch zu den Schweigegeldern hat Cohen angefĂŒhrt, sie im Auftrag Trumps gezahlt zu haben. Der PrĂ€sident erklĂ€rte dazu im Dezember, er habe Cohen "nie angewiesen, das Gesetz zu brechen".


Cohen arbeitete mehr als zehn Jahre lang fĂŒr Trump und galt als einer von dessen engsten Vertrauten. Sein Haftantritt wurde verschoben, damit er noch vor dem Kongress aussagen kann. Am 7. Februar soll Cohen von einem fĂŒr die Kontrolle der Regierung zustĂ€ndigen Ausschuss des ReprĂ€sentantenhauses in öffentlicher Sitzung befragt werden.

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