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US-Behörde warnt vor humanitärer Krise an Grenze zu Mexiko

Migranten aus Mexiko  

Doppelt so viele Einwanderer kommen in die USA

06.03.2019, 09:38 Uhr

US-Behörde warnt vor humanitärer Krise an Grenze zu Mexiko. San Diego, USA: Ein US-Soldat patrouilliert an der Grenze zu Mexiko; zuletzt kommen immer mehr Kinder und Familien. (Quelle: dpa/Gregory Bull)

San Diego, USA: Ein US-Soldat patrouilliert an der Grenze zu Mexiko; zuletzt kommen immer mehr Kinder und Familien. (Quelle: Gregory Bull/dpa)

US-Präsident Trump will eine Mauer zu Mexiko errichten. Sein Argument: An der Südgrenze herrsche eine "Sicherheitskrise". Jüngste Zahlen vom Grenzschutz dürften ihm gelegen kommen.

Mehr als 76.000 Menschen sind im Februar ohne die nötigen Papiere von Mexiko aus in die USA eingereist. Das sind mehr als doppelt so viele wie im selben Monat des Vorjahres. Das geht aus einer nun veröffentlichten Statistik des US-Grenzschutzes hervor. "Wir stehen vor einer humanitären Krise und einer nationalen Sicherheitskrise entlang unserer Südwestgrenze", sagte Behördenchef Kevin McAleenan in einer Mitteilung am Dienstag (Ortszeit).

US-Präsident Donald Trump will die Einwanderung über die Grenze zu Mexiko mit dem Bau einer Mauer stoppen. Zu deren Finanzierung hatte Trump im Februar den Nationalen Notstand ausgerufen. Im US-Senat deutet sich aber ein Mehrheitsvotum gegen den Notstand an, nachdem auch Senatoren von Trumps Republikanern Unterstützung für eine solche Resolution signalisiert hatten.

Viele Familien und Kinder

Die wachsende Zahl der Familien und Kinder, die in größeren Gruppen und in entlegenen Gegenden über die Grenze kämen, stelle die Einrichtungen des Grenzschutzes sowie Nicht-Regierungsorganisationen vor eine "einzigartige Herausforderung", sagte McAleenan. Familien und unbegleitete Kinder machen derzeit rund 60 Prozent aller Festnahmen an der Grenze aus. Die meisten von ihnen kämen aus mittelamerikanischen Ländern wie Guatemala, Honduras und El Salvador.

Um den Anstieg zu bewältigen, hat der Grenzschutz nach eigenen Angaben zusätzliche medizinische Versorgung für Migranten angeordnet, die von den Behörden festgehalten werden.
 

 
Jüngst hatte es mehrere Todesfälle von Menschen im Gewahrsam des US-Grenzschutzes gegeben. Nach dem Tod zweier Kinder aus Guatemala im Dezember war im Februar ein 45 Jahre alter Mann aus Mexiko in der Obhut der Behörden gestorben.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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