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Vorwahl der US-Demokraten: Parteichef fordert Überprüfung der Iowa-Ergebnisse

Iowa hat gezählt  

Buttigieg hält hauchdünnen Vorsprung vor Sanders

07.02.2020, 04:09 Uhr | dpa

Buttigieg? Butidschidsch? Wie spricht man den aus?

Selbst US-Amerikaner tun sich mit dem Nachnamen des demokratischen Präsidentschaftsbewerbers Pete Buttigieg schwer. Wie spricht man seinen Namen denn nun richtig aus? Das erfahren Sie im Video. (Quelle: t-online.de)

Iowa-Sieger: Buttigieg? Butidschidsch? So spricht man den neuen Shootingstar der Demokraten wirklich aus. (Quelle: t-online.de)


Drei Tage nach der ersten Vorwahl der US-Demokraten steht nun das Ergebnis fest. Der oberste Demokraten-Chef fordert derweil wegen der Panne bei der Auszählung eine Überprüfung der Stimmen. Trump reibt sich die Hände.

Mit tagelanger Verzögerung haben die Demokraten in Iowa die Wahlbezirke komplett ausgezählt. Der frühere Bürgermeister Pete Buttigieg hält seinen hauchdünnen Vorsprung vor dem linken Senator Bernie Sanders, wie aus den Zahlen hervorgeht, die die Demokratische Partei in Iowa am Donnerstagabend veröffentlichte. "Das sind fantastische Neuigkeiten", sagte Buttigieg am Donnerstagabend (Ortszeit). Auf dem dritten Platz liegt die Senatorin Elizabeth Warren, dahinter auf einem schwachen vierten Platz der frühere Vizepräsident Joe Biden, der auf nationaler Ebene als Favorit gilt.

Die nun veröffentlichten Zahlen sind nicht gleichzusetzen mit der Anzahl der Parteimitglieder, die sich bei der Vorwahl am Montag für die jeweiligen Kandidaten aussprachen. Die großen US-Medien führen die Zahlen an, um einen Sieger der Vorwahl zu bestimmen, da sie entscheidend für die Anzahl der nationalen Delegierten sind, die pro Kandidat zu dem Nominierungsparteitag im Sommer entsendet werden. Dort wird der endgültige Präsidentschaftskandidat gekürt. Die Zahlen der nationalen Delegierten veröffentlichten die Demokraten in Iowa zunächst nicht.

Parteichef fordert Überprüfung der Iowa-Ergebnisse

Eine technische Panne bei der Übermittlung der Ergebnisse per App hatte zu Chaos und Verzögerungen geführt, weshalb es auch Tage nach der Wahl kein eindeutiges Ergebnis gab. Der Bundesparteichef der Demokraten hatte eine Überprüfung der Unterlagen von jeder einzelnen Parteiversammlung in Iowa gefordert.

"Genug ist genug", erklärte Perez am Donnerstag auf Twitter. Angesichts der Probleme bei der Übertragung der Ergebnisse und um das öffentliche Vertrauen wieder herzustellen, fordere er die Demokratische Partei in Iowa dazu auf, "unverzüglich" mit einer Überprüfung zu beginnen. Ob damit eine komplette Neuauszählung der Stimmen gemeint war, wurde nicht unmittelbar klar.

Perez schrieb in einem weiteren Tweet, es gehe um eine Überprüfung der Unterlagen von jeder einzelnen Parteiversammlung in Iowa, um die Genauigkeit der Angaben sicherzustellen.

Der Chef der Demokratischen Partei in Iowa, Troy Price, entschuldigte sich am Donnerstag erneut für die Panne und nannte sie "inakzeptabel". Allerdings blieb offen, ob er plane, der Forderung des Bundeschefs nachzukommen. Die Erklärung von Price deutete darauf hin, dass eine solche Überprüfung nur vorgenommen werde, sollte dies auch von einer Kampagne der Kandidaten gefordert werden.

Das Vorwahl-Prozedere bei den "Caucus"-Treffen ist also höchst kompliziert und unterscheidet sich deutlich von Abstimmungen per Wahlzettel. In Iowa war mit späten Ergebnissen gerechnet worden. Eine derartige Verspätung hatte allerdings niemand erwartet.

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Trump spricht von einem "Fiasko"

US-Präsident Donald Trump, der bei der Wahl am 3. November für eine zweite Amtszeit antreten will, machte sich bei einer Ansprache am Donnerstag im Weißen Haus über die Demokraten lustig und sprach von einem "Fiasko" in Iowa. Die Demokraten seien nicht mal in der Lage, einige Stimmen auszählen, spottete er.

Am kommenden Dienstag steht die nächste Vorwahl in New Hampshire an. In Umfragen liegt Sanders dort bislang in Führung. Die Vorwahlen ziehen sich insgesamt bis Juni hin.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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