Nachrichten
Wir sind t-online

Mehr als 150 Journalistinnen und Journalisten berichten rund um die Uhr fĂŒr Sie ĂŒber das Geschehen in Deutschland und der Welt.

Trump Àtzt gegen seinen Lieblingssender

Von t-online, dru

Aktualisiert am 17.08.2020Lesedauer: 3 Min.
US-PrÀsident Trump: War schon mal besser auf Fox News zu sprechen.
US-PrÀsident Trump: War schon mal besser auf Fox News zu sprechen. (Quelle: Susan Walsh/ap-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextRKI: Inzidenz sinkt – Anstieg bei BA.5-VarianteSymbolbild fĂŒr einen TextBundestag winkt LNG-Gesetz durchSymbolbild fĂŒr einen TextRandale bei Eintracht-Feier in FrankfurtSymbolbild fĂŒr einen TextEd Sheeran ist ĂŒberraschend Vater gewordenSymbolbild fĂŒr einen Text135 Millionen Euro fĂŒr Mercedes CoupĂ©Symbolbild fĂŒr einen TextPalace-Trainer kickt Fan umSymbolbild fĂŒr einen TextJamaika-Koalition in Kiel ist vom TischSymbolbild fĂŒr einen TextEx-Bundesligatrainer muss bangenSymbolbild fĂŒr einen TextKomponist Vangelis ist totSymbolbild fĂŒr einen Text400 Reisende in Hitze-ICE gefangenSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserRTL-Moderatorin zeigt sich oben ohne

Was war da mit Donald Trump los, als er am Wochenende seinen Haussender Fox News so scharf attackierte? "UnertrÀglich" und "schlimmer als CNN", polterte er. Einen anderen Sender empfahl er hingegen wÀrmstens.

Am Sonntagnachmittag um 13.31 Ortszeit machte Donald Trump seinem Ärger Luft. "Fox News ist unertrĂ€glich an den Wochenend-Nachmittagen. Es ist schlimmer als 'Fake News CNN'", schnaubte der US-PrĂ€sident im Kurznachrichtendienst Twitter und hatte fĂŒr seine 85,2 Millionen Follower gleich noch einen Tipp parat: "Geht lieber zu OANN. Sie berichten wirklich 'fair und ausgewogen'" – letzteres ist das Sendermotto von Fox News.


Vier Jahre PrÀsident Trump: Seine Amtszeit in Bildern

Immer wieder streitet Trump seit dem das Wahlergebnis ab. Mit mehreren Klagen versucht er die angeblich "gestohlene Wahl" zurĂŒckzugewinnen – bislang erfolglos.
Das AuszĂ€hlen der Stimmen dauerte lange. Und wĂ€hrend sich abzeichnete, dass Joe Biden die PrĂ€sidentschaftswahl gewinnen wĂŒrde, fuhr Trump auf den Golfplatz. Am 7. November erfuhr er dort dann von seiner Niederlage. Mit 46,9 Prozent verliert er gegen seinen Konkurrenten Joe Biden die US-Wahl.
+17

Was hatte Donald Trump so aufgeregt, dass er dermaßen scharf gegen den ihm treu ergebenen US-Nachrichtensender schoss, der seit Amtsantritt weitgehend unkritisch ĂŒber den amtierenden US-PrĂ€sidenten berichtet? Vielleicht war es die Schalte mit der demokratischen Abgeordneten Debbie Dingell aus Michigan am frĂŒhen Sonntagnachmittag. Dort erklĂ€rte sie, warum die US-Post in Corona-Zeiten die UnterstĂŒtzung des Kongresses besonders nötig hat.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Könnte die Nato Erdoğan einfach rauswerfen?
Recep Tayyip Erdoğan: Der tĂŒrkische PrĂ€sident blockiert den Nato-Beitritt von Schweden und Finnland.


Oder das GesprĂ€ch mit dem frĂŒheren Gouverneur Tom Ridge, ein Republikaner wie Donald Trump, der den US-PrĂ€sidenten aufrief, seine Angriffe auf das Briefwahlverfahren zu beenden, damit die Behörden in den Bundesstaaten sich endlich an die Vorbereitung der Wahl im November machen könnten.

Angriff auf die Briefwahl

Solche Äußerungen in seinem Haussender dĂŒrften Trump kaum geschmeckt haben. Denn seit Wochen wird der US-PrĂ€sident nicht mĂŒde, das System der Briefwahl schlecht zu machen und den "grĂ¶ĂŸten Betrug in unserer Geschichte" zu prophezeien. Stichhaltige Belege, warum dieses Verfahren so viel anfĂ€lliger wĂ€re, lieferte er nicht. Vielmehr scheint der Republikaner die Briefwahl fĂŒr eine Finte der Demokraten zu halten, um ihn mit Hilfe einer höheren Wahlbeteiligung zu schlagen.

"Nicht mehr das, was es mal war"

Dass Trump nun Fox News verschmĂ€ht und seinen AnhĂ€ngern stattdessen einen anderen Sender empfiehlt, mag ĂŒberraschen. Neu ist es allerdings nicht. Schon in der Vergangenheit moserte der US-PrĂ€sident wiederholt, Fox News sei "nicht mehr das, was es mal war". Stattdessen schĂŒttete er Lob ĂŒber den Kabelsender One America News Network, kurz OANN, aus.

Der Sender mit Sitz im sĂŒdkalifornischen San Diego wurde von dem aus der Technologiebranche kommenden MillionĂ€r Robert Herring gegrĂŒndet. OANN beschreibt sich als Kanal "fĂŒr unverfĂ€lschte Nachrichten" und ohne politische Meinung. Das erinnert an das "Fair und ausgewogen"-Motto von Fox News. Doch ebenso wie der Konkurrenzsender ist OANN alles andere als unparteiisch.

"Der liebste Nachrichtenkanal des PrÀsidenten"

Vielmehr setzt OANN konsequent auf eine noch Trump-freundlichere Berichterstattung als Fox News. Als Fox News sich im Sommer 2019 von einem Trump-Auftritt im Bundesstaat New Hampshire wegschaltete, blieb OANN dabei: "Wir werden niemals wegschalten!" versicherte Herring persönlich in einer Twitter-Botschaft.

Empfohlener externer Inhalt
Twitter

Wir benötigen Ihre Zustimmung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen ĂŒbermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Der Sender-Chef beschreibt OANN als "den liebsten Nachrichtenkanal des PrĂ€sidenten". Eine Gemeinsamkeit mit Trump ist, dass OANN einer großen NĂ€he zu Moskau verdĂ€chtigt wird. Kritiker werfen dem Sender vor, russische Propaganda und Verschwörungstheorien zu verbreiten. Korrespondenten des Kanals brachten wiederholt Falschnachrichten in Umlauf, wie die, dass Demonstranten bei den Anti-Rassismus-Protesten im Juni Rohrbomben am Mahnmal fĂŒr den Koreakrieg in Washington deponiert hĂ€tten, und dass deshalb Bundestruppen ausgerĂŒckt seien, was beides nicht stimmte. Oder dass Kalifornien 2018 ein Verbot des Verkaufs von Bibeln durchsetzen wollte – ebenfalls erfunden.

Weitere Artikel


KĂŒrzlich sorgte der Sender fĂŒr Schlagzeilen, als er von den Pressekonferenzen im Weißen Haus ausgeschlossen wurde. Die Reporterin Chanel Rion, die in der Vergangenheit Dinge behauptet hatte wie, das Coronavirus sei in einem Labor in North Carolina entwickelt worden, war zweimal unangemeldet in den Presseterminen erschien – und hatte damit gegen die Corona-Restriktionen fĂŒr die Korrespondenten verstoßen. Senderchef Herring behauptete spĂ€ter, seine Reporterin hĂ€tte eine Einladung bekommen. Von wem verriet er allerdings nicht.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
  • Bastian Brauns
Von Bastian Brauns, Washington
  • Bastian Brauns
Von Bastian Brauns, Washington
CNNDonald TrumpMichiganRepublikanerTwitter
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website