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Cyberangriff auf USA: US-Ermittler bezichtigen russische Angreifer

Cyberattacke auf die USA  

US-Ermittler bezichtigen russische Angreifer

06.01.2021, 02:08 Uhr

Cyberangriff auf USA: US-Ermittler bezichtigen russische Angreifer. Das Emblem des FBI: US-Ermittler bezichtigen Russland des jüngsten Hackerangriffs. (Quelle: AP/dpa)

Das Emblem des FBI (Symbolbild): US-Ermittler bezichtigen Russland des jüngsten Hackerangriffs. (Quelle: AP/dpa)

Bei einer massiven Cyberattacke haben Hacker die Systeme von US-Regierung und Firmen infiltriert. Die Behörden im Land verkünden nun: Russland steckt "vermutlich" dahinter. Auch ein Motiv wird genannt.

US-Ermittler haben Russland offiziell als mutmaßlichen Urheber des jüngsten massiven Hackerangriffs auf amerikanische Behörden und Unternehmen bezeichnet. Das Ziel des Einbruchs in die Datennetze sei nach bisherigen Erkenntnissen das Sammeln von Informationen gewesen, teilten am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung unter anderem die Bundespolizei FBI und der Abhördienst NSA mit.

Die Sicherheitsbehörden stellen sich mit ihrer Feststellung, dass "vermutlich" russische Hacker am Werk gewesen seien, klar gegen Äußerungen des scheidenden Präsidenten Donald Trump. Dieser hatte nach Bekanntwerden der Attacke ohne Belege behauptet, es hätte ja auch China dahinter stecken können. Unterdessen zeigten sich IT-Sicherheitsexperten von Anfang an von der russischen Spur überzeugt - und auch Außenminister Mike Pompeo und der inzwischen abgetretene Justizminister William Barr äußerten sich entsprechend.

Finanz- und Energieministerien waren unter anderem betroffen

Die großangelegte Attacke war von der IT-Sicherheitsfirma FireEye aufgedeckt worden, die selbst Ziel der Hacker geworden war. Die Angreifer hatten sich Zugang zu den Netzen über vielerorts genutzte Wartungssoftware der Firma SolarWinds verschafft und waren über Monate unentdeckt geblieben. Damit ist der Fall ein peinlicher Rückschlag für amerikanische Sicherheitsdienste.

Während insgesamt rund 18.000 Kunden von SolarWinds betroffen seien, habe es nicht bei allen von ihnen danach verdächtige Aktivitäten in den Netzwerken gegeben, hieß es in der Erklärung am Dienstag. Darunter seien weniger als zehn US-Regierungsbehörden gewesen. Nach ersten Informationen waren die Hacker unter anderem in Systeme des Finanzministeriums und des Energieministeriums eingedrungen. Eine der Sorgen war danach, dass sie dabei zum Beispiel Angriffssoftware für Attacken auf das amerikanische Stromnetz eingeschleust haben könnten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur afp

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