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US-Bischöfe wollen Joe Biden Kommunion verweigern

Vatikan muss zustimmen  

Deshalb wollen US-Bischöfe Biden die Kommunion verweigern

19.06.2021, 00:42 Uhr | t-online, wan, AFP

US-Bischöfe wollen Joe Biden Kommunion verweigern. Joe Biden bei einem Kirchenbesuch in Wisconsin (Archivbild). Die amerikanischen Bischöfe wollen ihm und anderen Prominenten die Kommunion verwehren. (Quelle: imago images/Adam Schultz)

Joe Biden bei einem Kirchenbesuch in Wisconsin (Archivbild). Die amerikanischen Bischöfe wollen ihm und anderen Prominenten die Kommunion verwehren. (Quelle: Adam Schultz/imago images)

In den USA arbeiten die katholischen Bischöfe an einer Regelung, die Prominenten wie US-Präsident Joe Biden die heilige Kommunion verwehren soll. Der Grund liegt in einem alten Streit.

Die US-Bischöfe wollen eine klare Entscheidung zur Frage treffen, ob prominente Abtreibungsbefürworter von der Kommunion ausgeschlossen werden können. Das berichten US-Medien. Ein Vorbericht zur Frage der Eucharistie in der Kirche wurde am Freitag mit 168 zu 55 Stimmen in der amerikanischen Bischofskonferenz angenommen. In den Sommermonaten soll das Dokument, das als Empfehlung für amerikanische Priester dienen soll, ausgefeilt und im November beschlossen werden. Es muss dann noch vom Vatikan abgesegnet werden.

Das Vorhaben zielt auch gegen US-Präsident Joe Biden. Dem Chef im Weißen Haus wurde 2019 schon einmal in einem Gottesdienst die Kommunion mit Hinweis auf seine politische Einstellung zu Abtreibung verweigert. Damals tat er das als persönliche Angelegenheit ab. Biden ist der erste katholische Präsident seit fast 60 Jahren. 

Als Biden am Freitagabend bei einer Pressekonferenz zu der Vorlage gefragt wurde, antworte er: "Das ist eine Privatangelegenheit, und ich glaube nicht, dass es passieren wird." Biden hat in der Vergangenheit erklärt, dass er aus religiösen Gründen persönlich Abtreibung ablehne, dies aber nicht verpflichtend für alle Menschen, machen könne. Biden ist ein gläubiger Katholik, der 78-Jährige geht praktisch jeden Sonntag zur Messe. Zugleich unterstützt er die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA von 1973, Frauen grundsätzlich das Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch zuzugestehen.

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