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Immer mehr Akademiker verlassen Deutschland

Von dpa, t-online
Aktualisiert am 10.03.2015Lesedauer: 2 Min.
Jedes Jahr wandern im Schnitt rund 25.000 deutsche Staatsbürger aus.
Jedes Jahr wandern im Schnitt rund 25.000 deutsche Staatsbürger aus. (Quelle: Eibner/imago-images-bilder)
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Bessere Karrierechancen, ein höherer Lebensstandard: Seit Jahren wandern mehr Deutsche aus als zurückkehren. Eine Studie des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) beleuchtet nun deren Motive. Geld ist es offenbar nicht, das die Talente ins Ausland treibt.

Zwischen 2009 und 2013 haben rund 710.000 deutsche Staatsbürger das Land verlassen. Dem stehen 580.000 Zuzüge gegenüber. Damit verliert Deutschland jährlich im Schnitt rund 25.000 Personen mit deutscher Staatsbürgerschaft.


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70 Prozent Hochqualifizierte

Akademiker und Führungskräfte seien bei den Auswanderern jeweils stark überrepräsentiert, heißt es in der Studie, die von der Stiftung Mercator gefördert wurde. Ihr Anteil liegt bei 70 Prozent.

Die Studie wurde vom SVR in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) und der Universität Duisburg-Essen erstellt. Für die Erhebung "International Mobil" wurden knapp 800 Aus- und rund 900 Rückwanderer befragt.

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Neue Erfahrungen

Es zeigt sich, dass in der Regel mehrere Motive bei deutschen Auswanderern eine Rolle spielen. Dabei ist Geld ein wichtiges Motiv, es spielt aber bei weitem nicht die Hauptrolle. Für etwa zwei von drei Befragten einer aktuellen Studie sind neue Berufs- und Lebenserfahrungen der wesentliche Grund, ihrem Heimatland den Rücken zu kehren.

Ein höheres Einkommen im Ausland erhoffen sich lediglich 46,9 Prozent. Rund vier von zehn Befragten (41,4 Prozent) nennen Unzufriedenheit mit dem Leben in Deutschland als Antrieb.

Derweil haben sich die Hauptziele deutscher Auswanderer gewandelt. Europäische Länder spielen eine wichtigere Rolle als früher. So sind zwischen 2004 und 2013 die meisten Menschen in die Schweiz ausgewandert, nämlich 209.000 Menschen. Auf Platz zwei und drei folgten die USA mit 136.000 und Österreich mit 109.000 Zuwanderern aus Deutschland.

Die meisten wollen wiederkommen

Doch die meisten der Befragten wollen nicht dauerhaft im Ausland bleiben. Lediglich ein Drittel will nicht mehr nach Deutschland zurückkehren. 41 Prozent gingen von vornherein von einer Rückkehr aus. 43,5 Prozent der Auswanderer gaben ernüchtert zu, dass sich ihre Entscheidung negativ auf ihren Freundes- und Bekanntenkreis ausgewirkt habe. Für Rückkehrer spielen familiäre Gründe eine große Rolle.

Auswanderung aus Deutschland sei also ein zweischneidiges Schwert, so BiB-Direktor Norbert Schneider. Die Auswanderer "erzielen oft ein höheres Einkommen und haben einen höheren Berufsstatus, aber sie erfahren vielfach auch eine Art sozialer Desintegration durch den Verlust von Freunden und Bekannten". Unzufriedenheit mit dem Leben im Ausland gaben 40,4 Prozent der Befragten zu Protokoll - dieser Wert ist fast genauso hoch wie derjenige für Unzufriedenheit mit dem Leben in Deutschland.

Der Anteil der Hochqualifizierten ist mit 64,1 Prozent auch unter den Rückkehrer sehr hoch. Die Autoren der Studie sprechen daher von einer "Brain Circulation statt Braindrain". Welche Handlungsempfehlungen leiten sie aus ihrer Erhebung ab? Gute Lebens- und Arbeitsbedingungen sind ein wichtiger Ansatzpunkt. Auch sollten Möglichkeiten der Rückkehrförderung auf Bundesebene geprüft werden, diese gibt es bislang nur bei einzelnen Bundesländern oder Organisationen der Wissenschaftsförderung.

Zusätzlich sollte der Kontakt zwischen den Auswanderern und ihrem Heimatland aufrechterhalten und gepflegt werden. Länder wie Irland, Spanien oder Kanada zeigen auf diesem Gebiet mehr Engagement. Schließlich sollte die Politik darauf hinwirken, die Chancen internationaler Mobilität möglichst allen gesellschaftlichen Gruppen und sozialen Schichten zu eröffnen. Andernfalls könnte sich die Bildungs- und Einkommensungleichheit in Deutschland vergrößern.

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Von Christian Bartels
Von Miriam Hollstein
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