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So will das BKA künftig sexuelle Gewalt verhindern

Lagebild zur Silvesternacht  

So will das BKA künftig gegen sexuelle Gewalt vorgehen

10.01.2016, 16:56 Uhr | dpa, AFP, t-online.de

So will das BKA künftig sexuelle Gewalt verhindern. Silversternacht in Köln, Hamburg und Bielefeld: Immer mehr Strafanzeigen. (Quelle: dpa)

Silversternacht in Köln, Hamburg und Bielefeld: Immer mehr Strafanzeigen. (Quelle: dpa)

Das Bundeskriminalamt (BKA) will systematisch gegen sexuelle Belästigung von Frauen vorgehen. Dazu sollen alle Vorfälle aus der Silvesternacht zusammengetragen werden, um das Vorgehen gegen die Tätergruppen besser abstimmen zu können. 

"Dazu werden kurzfristig die Fakten zu gleich gelagerten Vorfällen aus allen Bundesländern zusammentragen, um ein genaues Bild der Lage zu ermöglichen", teilte das BKA auf Anfrage der "Welt am Sonntag" mit.

Die Entscheidung sei gemeinsam mit den Leitern der Kriminalpolizeien der Länder getroffen worden. Auf dieser Basis sollten dann bundesweit "Bekämpfungsansätze" umgesetzt werden, hieß es.

BKA nimmt "Ereignisse sehr ernst"

Das Bundeskriminalamt teilte dem Bericht zufolge mit, es nehme "die Ereignisse der Silvesternacht wie auch die damit verbundene Verunsicherung in der Bevölkerung sehr ernst". 

Das BKA kenne aus einigen arabischen Ländern das Phänomen der gemeinschaftlich begangenen sexuellen Belästigung von Frauen durch junge Männer in der Öffentlichkeit, besonders während großer Menschenansammlungen. Dies reiche bis hin zu Vergewaltigungen. Ein vergleichbares Phänomen sei in Deutschland bislang nicht bekannt.

Frauen umzingelt, begrapscht und bestohlen

In Köln hatten sich in der Silvesternacht nach Polizeiangaben kleinere Gruppen aus einer Menge von rund 1000 Männern gelöst, die vor allem Frauen umzingelt, sexuell missbraucht und bestohlen haben sollen. Die Zahl der Strafanzeigen nach den Geschehnissen erhöhte sich nach und nach auf über 500. Zahlreiche Opfer und Zeugen sprachen von Tätern nordafrikanischer oder arabischer Herkunft.

Auch in Hamburg, Bielefeld und Düsseldorf kam es zu massiven Übergriffen. In der Hansestadt stieg die Zahl der Anzeigen auf 133. Am Freitag hatte die Zahl noch bei 108 gelegen.

Während in Hamburg in etwa das gleiche Muster wie in Köln zu beobachten war, wollten Berichten zufolge mehreren hundert Männern eine Diskothek in Bielefeld stürmen. Dabei sei es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Wie der Besitzer berichtet, soll es sich insgesamt um eine Gruppe von 500 Personen gehandelt haben.

Sicherheitspersonal verhinderte Schlimmeres

Bei den Auseinandersetzungen wurden auch Frauen massiv belästigt. Ein Augenzeuge berichtet, dass nur durch körperliche Gewalt von Sicherheitspersonal und Anwesenden Schlimmeres verhindert werden konnte.

Laut einem Polizeisprecher soll es sich bei auch bei dieser Gruppe überwiegend um Zuwanderer gehandelt haben. Mehrere Anzeigen wegen sexuellen Übergriffen sind bereits bei der Polizei eingegangen.

In Düsseldorf soll es derweil einen weiteren Fall von sexueller Gewalt gegeben haben. Wie die "Welt" berichtet, bedrängten zwei Männer eine 15-Jährige. 

"Hier setzte der Tatverdächtige sie trotz Gegenwehr auf seinen Schoß und begann sie unsittlich an Brust und Genitalien zu begrabschen. Außerdem küsste er sie gegen ihren Willen auf den Mund", schreibt die Zeitung und beruft sich auf eine Lagemeldung der Polizei.

Bei den Verdächtigen handelt es sich offenbar um einen 18-jährigen Syrer und einen 20-jährigen Iraker.

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