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Nächtlicher Einsatz am Hambacher Forst: Polizei räumt Protestcamp

Nächtlicher Einsatz  

Polizei räumt Protestcamp am Hambacher Forst

25.10.2018, 09:13 Uhr | dpa

Explainer zum Hambacher Forst: RWE gegen Öko-Aktivisten (Screenshot: Reuters)
Erklär-Video zum Hambacher Forst: So riesig ist der Braunkohle-Tagebau von RWE

David gegen Goliath: Baumhaus-Besetzer wollen seit Jahren einen Strom-Riesen aufhalten. Die Räumung hat bereits begonnen, die Rodung steht bevor. Der Deutungsstreit spitzt sich erneut zu.

"David gegen Goliath": Der Kampf um den Hambacher Forst zwischen Strom-Riese RWE und Öko-Aktivisten. (Quelle: t-online.de)


Braunkohlegegner hatten ihr Zeltcamp auf RWE-Gelände errichtet – ohne Zustimmung des Energiekonzerns. Die Räumung soll jedoch weitgehend friedlich abgelaufen sein. 

Die Polizei hat ein Protestcamp von Braunkohlegegnern in der Nähe des Hambacher Forstes geräumt. Rund ein Drittel der etwa 100 Aktivisten dort hätten das Camp in Kerpen-Manheim zuvor freiwillig verlassen, sagte eine Sprecherin der Polizei Aachen. Die anderen seien bei dem Einsatz am späten Mittwochabend teils weggetragen worden. Einige hätten passiv Widerstand gegen die Räumung geleistet. Von Dutzenden Aktivisten seien Personalien aufgenommen worden, anschließend hätten sie einen Platzverweis bekommen.

Einsatz in der Dunkelheit: Polizisten stehen während der Räumung im Regen (Quelle: dpa/Christophe Gateau)Einsatz in der Dunkelheit: Polizisten stehen während der Räumung im Regen. (Quelle: Christophe Gateau/dpa)

Nach Polizeiangaben war das Zeltcamp auf einem ehemaligen Sportplatz ohne Zustimmung des Energiekonzerns RWE auf dessen Gelände errichtet worden. Das Unternehmen habe Strafantrag wegen Hausfriedensbruch gestellt.

Die Polizei hatte mehrere Hundertschaften zusammengezogen. Den Demonstranten war nach Polizeiangaben angeboten worden abzuziehen, wenn sie die größeren Zelte des Camps zurücklassen, damit sie nicht an anderer Stelle wiederaufgebaut werden können. Später hätten Beamte dann die Sitzblockaden der Aktivisten geräumt. Zusammen mit RWE-Mitarbeitern seien zudem die Zelte abgebaut worden.

Die Demonstranten des Aktionsbündnisses "Ende Gelände" wollten von dem Protestcamp aus neue Aktionen gegen den Kohleabbau starten. Möglich seien Blockaden von Schienen, Zufahrten oder Baggern, um Kraftwerke von der Kohlezufuhr abzuschneiden, hieß es. Für das Wochenende wird im Internet zu weiteren Protesten aufgerufen.

Schon vorab hatte es Konflikte um den Standort des Camps gegeben. Die Polizei wies den Demonstranten einen Standort zu, der weiter entfernt vom Hambacher Forst bei Jülich lag. Das lehnten die Demonstranten ab und zogen vor Gericht, wo sie unterlagen.

Verwendete Quellen:
  • dpa-AFX

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