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Youtuber Rezo bei Jan Böhmermann: "Politiker sollten weniger Scheiße bauen"

YouTuber Rezo bei Böhmermann im ZDF  

"Wer wird als Nächstes zerstört?"

Von Nathalie Helene Rippich

14.06.2019, 07:53 Uhr
 (Quelle: teleschau)

Rezo bei Böhmermann: Der Youtube-Star spricht bei seinem ersten TV-Auftritt über Politik und einen geplatzten Deal. (Quelle: spot on news 24)

Youtuber Rezo ist bei Jan Böhmermann zu Gast

YouTuber Rezo war nach seinem viel diskutierten Video "Zerstörung der CDU" erstmals im TV zu Gast. Und er hatte einiges über Politiker und einen geplatzten Deal zu sagen.(Quelle: spot on news 24)

Rezo bei Böhmermann: Der Youtube-Star spricht bei seinem ersten TV-Auftritt über Politik und einen geplatzten Deal. (Quelle: spot on news 24)


Blaue Haare, großer Einfluss: Das Video "Die Zerstörung der CDU" sorgte im Berliner Polit-Betrieb für viel Unruhe. Bei Jan Böhmermann sagte Schöpfer Rezo nun, dass ihm die Politik zu anstrengend ist. 

Mit blauer tolle und rosafarbenem Pokémon-Pullover lümmelt Rezo in einem Sessel neben Jan Böhmermanns Tisch. Der 26-jährige YouTuber, der vor knapp drei Wochen "Die Zerstörung der CDU" in einem Video angekündigt hat, hat sich in der Satiresendung "Neo Magazine Royale" erstmals im Fernsehen zu seinem Video geäußert.

"Ich hatte einfach Bock, mich mit ein paar Themen auseinanderzusetzen", sagte er in der ZDF-Sendung. Niemals hätte er erwartet, dass sein Video 15 Millionen Mal gesehen wird. Er sei von maximal 300.000 Klicks binnen eines Monats ausgegangen. Sein Ziel sei es gewesen, seine Zuschauer ein Stück weit aufzuklären und einen kleinen Diskurs anzuregen. "Ist dann ein bisschen größer geworden", so Rezo. 

Annegret Kramp-Karrenbauer ist "nicht besonders smart"

Am meisten überrascht habe ihn neben der Resonanz seines Videos der Umgang der CDU mit dem Inhalt. Es sei ein "Hin und Her" zwischen "den Typen schlecht reden" und dem Signal, man wolle "in den Austausch kommen", gewesen. Insbesondere die Reaktion der Parteivorsitzenden der CDU, Annegret Kramp-Karrenbauer, sei "nicht besonders smart" gewesen. Es sei normal, dass Menschen des öffentlichen Lebens sich für oder gegen Parteien aussprechen. Dass sie direkt im Anschluss an sein erfolgreiches Video über die Anwendung analoger Regeln im digitalen Raum gesprochen hat, war laut Rezo ein schlechter Zeitpunkt. Und überhaupt: "Hat jemand verstanden, was sie damit gemeint hat?" 

Hätte er den Text ausgedruckt und auf einem Marktplatz vorgelesen, hätte er es auch machen dürfen. Deshalb verstehe er nicht, welche Regeln der analogen Welt im Digitalen an dieser Stelle nicht gelten. 

Generell gibt Rezo jedoch zu, dass Meinungsmacht für die Demokratie gefährlich ist. "Die Gefahr ist immer da, nicht nur auf der Plattform. Grundsätzlich alle Leute, die eine Meinungsmacht haben, können sie schlecht nutzen." 

Politiker sollten menschlicher in ihrer Sprache werden

An Politiker richtet Rezo den Appell, sich verständlicher auszudrücken. "Einfach ein bisschen menschlicher und klarer werden in der Sprache", sagte er. "Also nicht mehr dieses ganz abstrahierte, dieses künstliche Sprechwesen." Außerdem sollten Politiker allgemein "weniger Scheiße bauen". Er selbst wolle politisch nicht weiter aktiv werden. "Das ist mir zu anstrengend." Weitere Videos mit politischen Inhalten schließt er jedoch nicht aus. 

"Wer wird als Nächstes zerstört?", fragte Böhmermann. "Gar keiner", bekam er zur Antwort. Die letzten Wochen seien doch "sau stressig" gewesen. "Ich mach das, was mein Job ist, nämlich zu unterhalten. Das ist hauptsächlich mein Ding so. Und das werde ich auch die nächste Zeit erst mal sehr verstärkt tun."

Rezos Video "Die Zerstörung der CDU" ist inzwischen fast 15 Millionen Mal geklickt worden. Er hatte es kurz vor der Europawahl herausgebracht und damit eine breite Debatte über die Klimapolitik ausgelöst. Diskutiert wurde aber auch über die Rolle sozialer Medien bei der Meinungsbildung und den Umgang der Parteien damit.
 

 
Rezo gab an, dass ihm durch sein Video ein lukrativer Deal weggebrochen ist. Ihm sei das aber bereits im Vorfeld klar gewesen. 

Verwendete Quellen:
  • eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur dpa

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