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Chef der Thüringer Polizeigewerkschaft tritt zurück

Von t-online, dpa, lw

Aktualisiert am 23.04.2021Lesedauer: 2 Min.
Kai Christ: Der Vorsitzende der GdP wird der sexualisierten Gewalt beschuldigt.
Kai Christ: Der Vorsitzende der GdP wird der sexualisierten Gewalt beschuldigt. (Quelle: VIADATA/imago-images-bilder)
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Der thüringische GdP-Chef soll seine Machtposition ausgenutzt und eine Mitarbeiterin bedrängt haben. Der Funktionär bestreitet die Vorwürfe, gibt aber dennoch sein Amt ab.

Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Thüringen, Kai Christ, ist nach Medienberichten über Ermittlungen gegen ihn zurückgetreten. "Ich bin heute aufgrund der Berichterstattung von meinem Amt als Landesvorsitzender der GdP zurückgetreten", sagte Christ am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Mit ihm räumte auch der GdP-Landesvize Thomas Müller seinen Posten, wie die GdP-Landesgeschäftsstellenleiterin Kerstin Henniger der dpa sagte. Die Rücktritte seien "zum Schutz der GdP" erfolgt.

Das Nachrichtenmagazin "Spiegel" und der MDR hatten am Freitag über Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen Christ wegen des Vorwurfs sexueller Übergriffe berichtet. Christ sei deswegen von einer ehemaligen Mitarbeiterin angezeigt worden. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Erfurt bestätigte Ermittlungen "gegen einen Mitarbeiter der Polizei". Dabei gehe es um den Verdacht der sexuellen Nötigung. Die Ermittlungen liefen seit März 2020, nachdem die "mutmaßlich Geschädigte" Anzeige erstattet habe. Weitere Angaben machte der Sprecher nicht.

Vor Anzeige keine Hinweise auf Verdacht

Gegenüber dem MDR bestritt Christ, der seit 2014 GdP-Landesvorsitzender ist, die Vorwürfe und sagte, er habe über seinen Anwalt Akteneinsicht beantragt. Die Rücktrittserklärung hatte Christ laut MDR am Freitag in einer Sitzung des geschäftsführenden Landesvorstands abgegeben, der seit dem Morgen getagt hatte. Der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow erklärte auf dpa-Anfrage, das Ermittlungsverfahren gegen Christ sei der Gewerkschaft erst durch eine Anfrage des "Spiegel" bekannt geworden. Vor der Anzeige der Frau habe es keine Hinweise auf den Verdacht gegen den Landeschef gegeben.

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Bei der Betroffenen handle es sich dem "Spiegel" zufolge um eine – inzwischen ehemalige – GdP-Mitarbeiterin. Christ soll jener Frau, die ihn jetzt beschuldigt, einen 450-Euro-Job angeboten und dann eine halbe Stelle bei der GdP besorgt haben. Zuvor hatten die beiden offenbar bereits sexuellen Kontakt. Laut weiterer Unterlagen und den Angaben Vertrauter, die den Fall kennen, werfe die Frau dem GdP-Funktionär vor, seine Machtposition ausgenutzt zu haben.

Frau habe nie "Nein" gesagt

Was als einvernehmliche Affäre begonnen habe, hätte sich mit Beginn des Jobs zu sexualisierter Gewalt entwickelt: Die Betroffene sei in einer finanziellen Notlage gewesen, der mutmaßliche Täter ihr dominanter Chef, heißt es in dem Bericht. In ihrem Büro in der Geschäftsstelle soll Christ der Frau etwa an die Brüste und in den Schritt gefasst haben.

Auch soll er, als sie sich einmal für Gummibärchen bedankt habe, seinen Penis aus der Hose geholt haben: "So sagt man Danke bei der GdP." Der Übergang von einvernehmlicher Affäre zu möglichem Machtmissbrauch sei dabei fließend gewesen. Die Frau gebe zu, dass sie nie wirklich "Nein" gesagt habe. Trotzdem habe sie die Stelle nach weniger als einem Jahr gekündigt, obwohl sie finanziell auf den Job angewiesen gewesen sein soll. Die Frau wollte sich dem "Spiegel" gegenüber nicht äußern.

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