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Nach Krach in SPD-Zentrale: Polizei erlässt Haftbefehl

Mit Auto in SPD-Zentrale gerast  

Polizei erlässt Haftbefehl gegen Autofahrer

26.12.2017, 19:33 Uhr | tm, jmt, dpa

Nach Krach in SPD-Zentrale: Polizei erlässt Haftbefehl . Das Auto im Berliner "Willy-Brandt-Haus": Der Fahrer gibt an, dass er sich das Leben habe nehmen wollen. Doch auch vor der CDU-Zentrale stellte er brennbare Materialien ab. (Quelle: Reuters/Hannibal Hanschke)

Das Auto im Berliner "Willy-Brandt-Haus": Der Fahrer gibt an, dass er sich das Leben habe nehmen wollen. Doch auch vor der CDU-Zentrale stellte er brennbare Materialien ab. (Quelle: Hannibal Hanschke/Reuters)

Ein 58-Jähriger ist in der Nacht mit einem Auto in die SPD-Parteizentrale in Berlin gerast. Doch nicht nur im Wagen fand die Polizei explosive Materialien - sondern auch vor der Bundesgeschäftsstelle der CDU. Nun wurde ein Haftbefehl gegen den Autofahrer erlassen.

Der Mann, der sein Auto Heiligabend in die Berliner SPD-Parteizentrale steuerte, sitzt in U-Haft. Nach Angaben der Berliner Polizei wurde Haftbefehl wegen des Verdachts auf versuchte schwere Brandstiftung und des Versuchs der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion erlassen.

Der 58-Jährige hatte nach eigenen Angaben zuvor eine Tasche mit brennbaren Materialien vor der Bundesgeschäftsstelle der CDU abgestellt. Das teilte die Polizei am Montag mit. Der Pförtner des Gebäudes im Ortsteil Tiergarten hatte an Heiligabend gegen 22.50 Uhr eine unbekannte Person dabei beobachtet und die Polizei gerufen. In der Tasche waren unter unter anderem Gaskartuschen und Grillanzünder.

Keine weiteren Verletzten

Ersten Angaben zufolge steuerte der 58-Jährige gegen Mitternacht seinen Wagen in das Willy-Brandt-Haus. Dabei geriet der Innenraum des Peugeots in Brand. Darin befanden sich laut Polizei gefüllte Benzinkanister, Gaskartuschen und Spraydosen. Das Feuer sei durch die Sprinkleranlage des Gebäudes gelöscht worden. Der Täter wurde mit einer Kopfverletzung in ein Krankenhaus gebracht. Weitere Verletzte gab es nicht.

Die Ermittler gehen davon aus, dass sich der Mann das Leben nehmen wollte. Das habe er in der Vernehmung angegeben. Ein persönliches politisches Motiv wird allerdings nicht ausgeschlossen. 

Anmerkung der Redaktion:

Wir haben uns entschieden, nur in Ausnahmefällen über Suizide oder Suizidversuche zu berichten. Grund dafür ist die hohe Nachahmerquote.

Wenn Sie selbst betroffen sind, finden Sie z.B. Hilfe bei der Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter den Rufnummern 0800-1110111 oder 0800-1110222 sind die Berater rund um die Uhr erreichbar. Die Anrufe sind anonym.

Hilfe für Angehörige und Betroffene bietet auch der Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker durch Telefon- und E-Mail-Beratung:

Unter der Rufnummer 01805-950951 und der Festnetznummer 0228-71002424 sowie der E-Mail-Adresse seelefon@psychiatrie.de können die Berater kontaktiert werden. Direkte Anlaufstellen sind zudem Hausärzte sowie auf Suizidalität spezialisierte Ambulanzen in psychiatrischen Kliniken.

Quellen und weiterführende Informationen:

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