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Schmidt und Bofinger: Wirtschaftsweise lehnen Hartz-Vorstöße ab

Schmidt und Bofinger  

Wirtschaftsweise lehnen Hartz-Vorstöße ab

22.11.2018, 08:20 Uhr | dpa

Schmidt und Bofinger: Wirtschaftsweise lehnen Hartz-Vorstöße ab. In der SPD und bei den Grünen wird über Alternativen zu Hartz IV nachgedacht.

In der SPD und bei den Grünen wird über Alternativen zu Hartz IV nachgedacht. Die Wirtschaftsweisen Schmidt und Bofinger halten nichts von solchen Ideen. Foto: Oliver Berg. (Quelle: dpa)

Düsseldorf (dpa) - In der Debatte um Hartz IV haben die Wirtschaftsweisen Christoph Schmidt und Peter Bofinger Vorstöße von SPD und Grünen bis hin zur Abschaffung des Systems zurückgewiesen.

"Die Arbeitsmarktreformen der 2000er-Jahre haben dazu beigetragen, dass die Arbeitslosigkeit auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung ist", sagte Schmidt, Vorsitzender des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR), der "Rheinischen Post".

"Jetzt dem Prinzip des "Förderns und Forderns" abzuschwören, würde vor allem zu Lasten der Schwächsten gehen." Bofinger sagte der Zeitung, er halte wenig von einer Änderung der Sanktionen, "weil wir ohne Sanktionen de facto von einem bedingten zu einem bedingungslosen Grundeinkommen übergehen würden". Bofinger weiter: "Ein solcher Systemwechsel wäre voraussichtlich sehr teuer, und das Fehlen jeglicher Arbeitsanreize wäre auch für die Betroffenen nicht unbedingt vorteilhaft.

Sowohl in der SPD als auch bei den Grünen wird über Alternativen zu Hartz IV nachgedacht. Die Vorsitzende der Sozialdemokraten, Andrea Nahles, hatte zuletzt gesagt: "Wir werden Hartz IV hinter uns lassen." Später konkretisierte sie ihre Forderung. Die neue Grundsicherung müsse ein Bürgergeld sein. Die Leistungen müssten klar und auskömmlich sein, Sanktionen müssten weitgehend entfallen.

In der rot-grünen Koalition von Kanzler Gerhard Schröder war vor rund 15 Jahren beschlossen worden, Arbeitslosen- und Sozialhilfe zur neuen Grundsicherung Hartz IV zusammenzulegen, derzeit liegt der Satz bei 416 Euro im Monat. Zudem wurden Sanktionen verschärft, um den Zwang zu erhöhen, sich um Fortbildungen und neue Jobs zu bemühen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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