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Verschwundener Deutscher: Ägypten weist 23-Jährigen wegen Terrorverdachts aus

Mutmaßlicher IS-Anhänger  

Ägypten schiebt Deutschen wegen Terrorverdachts ab

11.01.2019, 10:22 Uhr | dpa

Verschwundener Deutscher: Ägypten weist 23-Jährigen wegen Terrorverdachts aus. Kairo: Der Student war vor zwei Wochen bei der Einreise von den ägyptischen Behörden festgehalten worden und galt anschließend zunächst als verschwunden.  (Quelle: imago images/Danil Shamkin)

Kairo: Der Student war vor zwei Wochen bei der Einreise von den ägyptischen Behörden festgehalten worden und galt anschließend zunächst als verschwunden. (Quelle: Danil Shamkin/imago images)

Erst war er verschwunden, dann hieß es er sein festgenommen worden: Ein 23-jähriger Göttinger wurde nun aus Ägypten zurück nach Deutschland geschickt. Er stand unter Terrorverdacht.   

Die ägyptischen Behörden haben nach Medienberichten einen 23-jährigen Mann aus Göttingen wegen mutmaßlicher Terrorverbindungen zurück nach Deutschland abgeschoben. Nach Darstellung der staatlich gelenkten Zeitung "Al-Ahram" vom Freitag, soll der Mann versucht haben, sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf der Sinai-Halbinsel anzuschließen. Der Student war vor zwei Wochen bei der Einreise nach Kairo von den ägyptischen Behörden festgehalten worden und galt anschließend zunächst als verschwunden.

Die Nachrichtenseite veröffentlichte am Freitagmorgen Fotos des 23-Jährigen bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen Kairo sowie ein Foto des Flugtickets von Kairo nach Frankfurt. Demnach ist der Göttinger um 2:14 Uhr zurück nach Deutschland geflogen worden. Das Auswärtige Amt in Berlin konnte die Abschiebung zunächst nicht bestätigen.


Der 23-Jährige besitzt die deutsche und ägyptische Staatsbürgerschaft. In einem anderen Fall hatte das Auswärtige Amt am Donnerstag bestätigt, dass sich ein seit mehreren Wochen vermisster 18-jähriger Deutscher aus Gießen ebenfalls in Gewahrsam der ägyptischen Behörden befindet. Die Sicherheitsbehörden sollen nach dem Bericht der Zeitung "Al-Ahram" Karten der Sinai-Halbinsel bei ihm gefunden haben. Der Beschuldigte hat sich zu den Vorwürfen noch nicht geäußert.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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