Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Digitalpakt besiegelt: Laptops und Schul-WLAN k├Ânnen kommen

Von dpa
Aktualisiert am 15.03.2019Lesedauer: 2 Min.
F├╝nf Milliarden Euro sollen vom Bund f├╝r die digitale Ausstattung der Schulen in Deutschland flie├čen.
F├╝nf Milliarden Euro sollen vom Bund f├╝r die digitale Ausstattung der Schulen in Deutschland flie├čen. (Quelle: Julian Stratenschulte./dpa)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Berlin (dpa) - Ab dem kommenden Schuljahr soll es an Deutschlands Schulen fl├Ąchendeckend WLAN und digitale Unterrichtsmethoden geben. Nach dem Bundestag stimmte jetzt auch der Bundesrat einer ├änderung des Grundgesetzes zu und machte endg├╝ltig den Weg frei f├╝r den sogenannten Digitalpakt Schule.

Das Votum in der L├Ąnderkammer fiel einstimmig aus. Die Bildungsminister von Bund und L├Ąndern erwarten sichtbare Effekte an den Schulen "im neuen Schuljahr", wie der Pr├Ąsident der Kultusministerkonferenz, Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU), sagte.

Der Bund kann den L├Ąndern nun geplante f├╝nf Milliarden Euro f├╝r digitale Ger├Ąte und Lernprogramme zahlen, obwohl er f├╝r Schulen nicht zust├Ąndig ist. Das Geld soll etwa in WLAN, interaktive Tafeln und Laptops gesteckt werden. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek sprach von einem "qualitativen Sprung" f├╝r die Schule als "Werkst├Ątten f├╝r die Zukunft".

Um die Einzelheiten der daf├╝r ausgehandelten Grundgesetz├Ąnderung hatten Bund und L├Ąnder monatelang gerungen und den Vermittlungsausschuss angerufen, der dann einen Kompromiss erzielte. Geregelt wurde unter anderem, wie der Bund die Verwendung seiner Milliardenhilfen in den L├Ąndern kontrollieren darf. Die Grundgesetz├Ąnderung erm├Âglicht nicht nur Geld f├╝r die Schulen: Zwei Milliarden Euro sollen in neue Sozialwohnungen flie├čen, eine Milliarde Euro in den Schienen-Nahverkehr.

DIE NÄCHSTEN SCHRITTE ZUR SCHULDIGITALISIERUNG:

Die Grundgesetz├Ąnderung trete nach Unterzeichnung durch den Bundespr├Ąsidenten voraussichtlich um Ostern in Kraft, sagte Karliczek. Baden-W├╝rttembergs Bildungsministerin Susanne Eisenmann (CDU) erl├Ąuterte, die Vereinbarungen zum Digitalpakt w├╝rden in den einzelnen L├Ąndern in F├Ârderrichtlinien gegossen. Die Schultr├Ąger beantragen dann die F├Ârderung f├╝r ihre digitalen Konzepte.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
"2023 ist Putin weg ÔÇô wahrscheinlich im Sanatorium"


PERSPEKTIVEN F├ťR DIE SCHULEN:

Finanziert werden soll mit den Bundesmitteln unter anderem die Vernetzung in Schulgeb├Ąuden, schulisches WLAN, Lernplattformen, interaktive Tafeln, Displays sowie Laptops und Notebooks. L├Ąnder und Kommunen sollen mindestens 10 Prozent des Gesamtvolumens zuschie├čen.

DIGITALER UNTERRICHT:

"Es geht nicht darum, jetzt alle unsere Lehrkr├Ąfte zu virtuosen IT-Experten zu machen", sagte Lorz. Aber in den schulischen Methodenmix solle das Digitale integriert werden. Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) erl├Ąuterte als Beispiel, dass in seinem Stadtstaat in einem erstem Schritt drei Lehrer an jeder Schule entsprechend fortgebildet w├╝rden und als Multiplikatoren dienen sollten. Wo digitaler Unterricht schon stattfindet, sieht man, wie Technik und Methoden beispielsweise im Mathe- oder Sprachunterricht eingesetzt werden - etwa wenn ein Sprachlehrer eine Frage an die Klasse stellt und per Klick Antwortvorgaben auf Laptop-Bildschirmen vor den Sch├╝lern erscheinen. Diese k├Ânnen schnell Formulierungen w├Ąhlen, abstimmen, kleine Texte schreiben, diskutieren. Der Unterricht kann dynamisch und interaktiv sein. So etwas ├╝berall in Deutschland zu etablieren, brauche aber Zeit, r├Ąumten die Minister ein.

DIE DEBATTE IM BUNDESRAT:

Nach der harten Auseinandersetzung ├╝ber die ├änderungen im Grundgesetz gab es noch mal viele Wortmeldungen. Der baden-w├╝rttembergische Ministerpr├Ąsident Winfried Kretschmann (Gr├╝ne) meinte, die Digitalisierung h├Ątte "besser, schneller und vor allem ohne Grundgesetz├Ąnderung kommen k├Ânnen". Die L├Ąnder h├Ątten auch einfach ├╝ber den Finanzausgleich mehr Mittel bekommen k├Ânnen. "F├╝r mich ist dieser Kompromiss richtig schmerzhaft", sagte er. Das Grundgesetz sei durch die ├änderung nicht besser geworden, sondern aufgeweicht, sagte auch NRW-Ministerpr├Ąsident Armin Laschet (CDU). Sichergestellt sei aber, "dass schulische Bildung weiter L├Ąndersache bleibt". Die rheinland-pf├Ąlzische Ministerpr├Ąsidentin Malu Dreyer (SPD) hingegen sprach von einem "guten Tag f├╝r den F├Âderalismus".

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
  • Lars Wienand
Von Lars Wienand
BundesratBundestagCDUDeutschlandSPD
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten f├╝r Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Str├Âer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverl├Ąngerung FestnetzVertragsverl├Ąngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website