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Eröffnung in Dortmund: Leyendecker: Politik ist auch beim Kirchentag wichtig

Eröffnung in Dortmund  

Leyendecker: Politik ist auch beim Kirchentag wichtig

19.06.2019, 15:35 Uhr | dpa

Eröffnung in Dortmund: Leyendecker: Politik ist auch beim Kirchentag wichtig. Hans Leyendecker: Der Kirchentagspräsident fordert mehr Politik bei dem größten Treffen protestantischer Laien in Deutschland. (Quelle: imago images/epd)

Hans Leyendecker: Der Kirchentagspräsident fordert mehr Politik bei dem größten Treffen protestantischer Laien in Deutschland. (Quelle: epd/imago images)

Der Kirchentag soll politischer werden. Das fordert Kirchentagspräsident Leyendecker kurz vor Beginn des Ereignisses. Demnach soll Rechtspopulismus und Nationalismus der Kampf angesagt werden. 

Der Deutsche Evangelische Kirchentag muss nach Worten seines Präsidenten angesichts von wachsendem Rechtspopulismus und Nationalismus auch politisch sein. "Wir leben in einer seltsamen Zeit", sagte der Präsident des 37. Kirchentags, Hans Leyendecker, am Mittwoch kurz vor der offiziellen Eröffnung am Abend in Dortmund.

Globalisierung und Digitalisierung lösten bei vielen Menschen diffuse Ängste aus. In Europa grassiere wieder "der alte Nationalismus" und in Deutschland gebe es Unterstützung für Leute, "die über eine Abschaffung der Demokratie nachdenken".

AfD-Funktionären keine Bühne bieten

Mit Blick auf AfD-Politiker, die die Nazis als "Vogelschiss" der Geschichte bezeichnet oder Schüsse auf Flüchtlinge an der Grenze ins Gespräch gebracht hatten, betonte Leyendecker: "Wir treten auf Kirchentagen für Werte ein. Für Menschenwürde, für die Bewahrung der Schöpfung." Erneut verteidigte er den Beschluss, AfD-Funktionären keine Bühne zu bieten.

Zum Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) sagte er: "Ein Politiker ist hingerichtet worden, weil er fürs Menschsein ist." Bisher gehen Ermittler von einem politischen Attentat mit rechtsextremistischem Hintergrund aus.

"Was für ein Vertrauen"

Am Abend sollte der Kirchentag mit mehreren Gottesdiensten und Reden von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) eröffnet werden. Unter dem Motto "Was für ein Vertrauen" geht es bei dem Großereignis bis zum Sonntag um sozialen Zusammenhalt, Zuwanderung, Integration oder auch Klimaschutz.
 

 
Erwartet werden rund 118.000 Besucher, darunter allerdings lediglich 80.000 Dauerteilnehmer. Leyendecker führte die vergleichsweise geringe Zahl der Dauerteilnehmer auch auf den späten Austragungszeitpunkt des diesjährigen Kirchentags zurück. Man könne aber nicht sagen, dass es sich bei dem Rückgang um einen Trend handle.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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