Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland >

Seit Jahrzehnten flüchtig: Polizei geht neuen Hinweisen nach Ex-RAF-Terroristen nach

Seit Jahrzehnten flüchtig  

Polizei geht neuen Hinweisen nach Ex-RAF-Terroristen nach

24.06.2019, 13:36 Uhr | dpa

Seit Jahrzehnten flüchtig: Polizei geht neuen Hinweisen nach Ex-RAF-Terroristen nach. Diie Polizei fahndet seit Jahrzehnten nach Ernst-Volker Staub, Burkhard Garweg und Daniela Klette - bisher erfolglos.

Diie Polizei fahndet seit Jahrzehnten nach Ernst-Volker Staub, Burkhard Garweg und Daniela Klette - bisher erfolglos. Foto: Julian Stratenschulte. (Quelle: dpa)

Hannover (dpa) - Ein neuer Fahndungsaufruf nach drei früheren Mitgliedern der Roten Armee Fraktion hat dem Landeskriminalamt Niedersachsen (LKA) binnen drei Wochen gut 20 neue Hinweise beschert. Ob sich daraus eine konkrete Spur ergibt, konnte das LKA am Montag noch nicht sagen.

Anfang Juni hatte das LKA neue, allerdings mehr als 30 Jahre alte Fotos von Daniela Klette (61) veröffentlicht. Gemeinsam mit den Ex-Terroristen Ernst-Volker Staub (65) und Burkhard Garweg (50) soll sie teils mit schwerer Waffengewalt vor allem in Norddeutschland Geldtransporter, Kassenbüros und Supermärkte überfallen haben.

Garweg, Klette und Staub gehören zur sogenannten dritten Generation der RAF. Auf ihr Konto sollen mehrere Morde gehen, so an Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen (1989) und Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder (1991).

Nach Jahrzehnten im Untergrund gerieten die drei Linksterroristen nach einem Raubüberfall auf einen Geldtransporter im Juni 2016 in Stuhr bei Bremen wieder ins Visier der Polizei. Von den dreien wurden nach der Tat Fingerabdrücke gefunden. Gefahndet wurde im Anschluss in Norddeutschland, den Niederlanden, wohin eine Spur wies, sowie in Spanien, Frankreich und Italien.

"Die Zielfahndung läuft. Wir lassen nicht locker, klopfen jeden Hinweis ab, drehen jeden Stein um", sagte LKA-Präsident Friedo de Vries der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Er halte es für realistisch, dass Klette, Staub und Garweg unter falschem Namen ein ganz gewöhnliches Leben führten. "Nicht zwangsläufig zu dritt, sondern jeder für sich. Sie gehen vielleicht arbeiten und abends mit dem Hund spazieren."

Die Ermittler prüften aber auch die Möglichkeit, dass ein Netzwerk von Unterstützern den Ex-RAF-Mitgliedern ein Leben im Untergrund möglich macht. Er sehe das aber skeptisch, sagte der LKA-Chef. "Denn je mehr Helfer das Trio hat, desto größer ist die Gefahr aufzufliegen."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Der Sommer zieht ein: shoppe Outdoor-Möbel u.v.m.
jetzt auf otto.de
Anzeige
Jetzt bei der Telekom: Surfen mit bis zu 50 MBit/s!
z. B. mit MagentaZuhause M
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal