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Klima: Umweltministerin Schulze will Ölheizungen verbieten

20 Millionen Menschen betroffen  

Umweltministerin Schulze will Ölheizungen verbieten

07.09.2019, 13:33 Uhr | AFP

 (Quelle: Reuters)
Schulze will Ausstieg aus Wegwerf-Mentalität

Svenja Schulze will Plastiktüten vom kommenden Jahr an aus den Geschäften verbannen. Die  Bundesumweltministerin sieht darin einen Schritt in Richtung Ausstieg aus der Wegwerf-Mentalität. (Quelle: Reuters)

Ausstieg aus der Wegwerf-Mentalität: Auch Plastiktüten will Svenja Schulze vom kommenden Jahr an aus den Geschäften verbannen. (Quelle: Reuters)


"Nur die Appelle an die Vernunft reichen nicht", sagt Umweltministerin Svenja Schulze. Deshalb will sie nun Ölheizungen verbieten lassen. Aber eine Einschränkung soll es geben.   

Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) will ein Verbot von Ölheizungen zum Bestandteil des geplanten Klimapakets der Bundesregierung machen. "Was wir brauchen, ist ein Mix aus Verboten und Anreizen", sagte Schulze der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Wir sollten zum Beispiel sagen: Für die nächsten zehn Jahre helfen wir Euch beim Umrüsten alter Ölheizungen, danach sind sie komplett verboten." Anders werde es nicht gehen. "Nur die Appelle an die Vernunft genügen nicht", zeigte sich die SPD-Ministerin überzeugt.

Die große Koalition will bei der Sitzung des Klimakabinetts in knapp zwei Wochen ein umfassendes Klimaschutzprogramm beschließen. Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland derzeit zwischen fünf und sechs Millionen Ölheizungen, die Wärme für rund 20 Millionen Menschen liefern, vor allem in Einfamilienhäusern im ländlichen Raum. Als klimafreundliche Alternative gelten Gasheizungen oder Wärmepumpen.
 

 
Der Gebäudebereich machte neben dem Verkehrssektor bislang die geringsten Fortschritte bei der CO2-Einsparung. Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hatte jüngst eine Abwrackprämie für alte Ölheizungen vorgeschlagen, ein komplettes Verbot verlangten bislang nur die Grünen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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