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Drei Fälle von Antisemitismus und Rassismus an einem Tag

Von dpa
Aktualisiert am 23.11.2019Lesedauer: 2 Min.
Berliner Polizist: In der Hauptstadt ermittelt der Staatsschutz, nachdem ein Mann in einer U-Bahn Beleidigungen geäußert hat. (Symbolbild)
Berliner Polizist: In der Hauptstadt ermittelt der Staatsschutz, nachdem ein Mann in einer U-Bahn Beleidigungen geäußert hat. (Symbolbild) (Quelle: Schöning/imago-images-bilder)
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In Berlin hat sich ein Taxifahrer geweigert, eine Mutter und ihr verletztes Kind zum Krankenhaus zu fahren – wegen ihrer Herkunft. Am gleichen Tag wurden in der Hauptstadt zwei weitere Fälle von Antisemitismus und Rassismus gemeldet.

Nach mehreren rassistischen und antisemitischen Beleidigungen am Freitagnachmittag in Berlin haben Polizei und Staatsschutz Ermittlungen aufgenommen. In einer Bahn der U6 beschimpfte ein Unbekannter mehrere Fahrgäste rassistisch und spuckte sie an, wie die Polizei mitteilte. Ein 31-Jähriger, der einschritt, wurde am U-Bahnhof Otisstraße im Ortsteil Reinickendorf von dem Angreifer ins Gleisbett geschubst.

Er fiel gegen den Stromstrang. Der 31-Jährige wurde leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht. Ein 37-Jähriger erlitt leichte Kopfverletzungen. Er war dem 31-Jährigen zu Hilfe geeilt. Nachdem er ebenfalls geschlagen wurde, sprühte er dem Angreifer Reizgas ins Gesicht.

Taxifahrer beleidigt Mutter und Kind

In Moabit wurde eine 25 Jahre alte Mutter von einem Taxifahrer wegen ihrer Herkunft rassistisch beleidigt. Die Mutter stieg laut Polizei mit ihrer dreijährigen Tochter in der Ottostraße in das Taxi, um in ein Krankenhaus zu fahren. Das Kind hatte sich beim Spielen verletzt. Der Mann soll laut Angaben der Polizei anschließend das Taxi angehalten haben.

Er stieg aus, öffnete die Tür und forderte die Mutter und ihre dreijährige Tochter auf, das Taxi zu verlassen. Für den zurückgelegten Fahrtweg soll der Taxifahrer Geld verlangt haben. Das habe die Mutter gezahlt. Der Staatsschutz ermittelt.


In Charlottenburg erstattete ein 26-Jähriger Anzeige gegen den Mitarbeiter eines Autohauses. Der Mann gab an, beim Verlassen der Geschäftsräume am Salzufer von dem Mitarbeiter antisemitisch beleidigt worden zu sein. Auch in dem Fall ermittelt der Staatsschutz.

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