Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland >

Corona-Krise: Intensivmediziner hinterfragt Beatmung alter Schwerstkranker

Covid-19-Behandlung  

Intensivmediziner hinterfragt Beatmung alter Schwerstkranker

02.04.2020, 16:04 Uhr | AFP

Corona-Krise: Intensivmediziner hinterfragt Beatmung alter Schwerstkranker. Uwe Janssens: Er ist Präsident der Deutschen Gesellschaft für Intensiv- und Notfallmedizin. (Quelle: dpa/Annegret Hilse/Reuters-Pool)

Uwe Janssens: Er ist Präsident der Deutschen Gesellschaft für Intensiv- und Notfallmedizin. (Quelle: Annegret Hilse/Reuters-Pool/dpa)

Die Intensivbetreuung älterer Covid-19-Patienten birgt ein hohes Risiko. Der Präsident der Intensivmediziner, Uwe Janssens, hält das in bestimmten Fällen für nicht sinnvoll.

Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Uwe Janssens, sieht in der Corona-Pandemie einen Anlass, dass sich die Menschen in Deutschland mehr Gedanken über das Lebensende und die eigene Sterblichkeit machen. Gerade den Hausärzten, die hochbetagte, vielleicht schon bettlägerige und kranke Menschen zu Hause oder im Pflegeheim betreuten, komme hier eine besondere Verantwortung zu, sagte Janssens der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Donnerstag.

Ohne selbst eine Antwort geben zu wollen, warf Janssens in dem Blatt die Frage auf, ob es wirklich Sinn ergebe, "Menschen in sehr hohem Alter, die aus eigener Kraft schon lange kaum mehr leben können und schwere chronische Begleiterkrankungen haben, noch zu intubieren und auf einer Intensivstation zu beatmen, wenn sie schwer an Covid-19 erkrankt sind und kaum Chancen haben, davon zu genesen".

Janssens und Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, beruhigten angesichts der Angst vor einem qualvollen Tod durch die vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Sie sagten dem Blatt, es gebe genügend wirksame Medikamente, um die Symptome von Covid-19 zu lindern – sowohl Schmerzen als auch Atemnot und Angst. Dies gelte auch dann noch, wenn Schwerstkranke nicht mehr zu retten seien.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal