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Virologe Streeck mit düsterer Prognose: "Rechne mit zweiter und dritter Welle"

Auftritt bei "Maybrit Illner"  

Virologe Streeck: "Rechne mit zweiter und dritter Welle"

Von Josephin Hartwig

10.07.2020, 21:13 Uhr
Virologe Streeck mit düsterer Prognose: "Rechne mit zweiter und dritter Welle". Hendrik Streeck: Der Virologe spricht von einer wahrscheinlichen zweiten und dritten Infektionswelle des Coronavirus in Deutschland. (Quelle: imago images/teutopress)

Hendrik Streeck: Der Virologe spricht von einer wahrscheinlichen zweiten und dritten Infektionswelle des Coronavirus in Deutschland. (Quelle: teutopress/imago images)

Die Pandemie in Deutschland scheint derzeit unter Kontrolle zu sein. Virologe Hendrik Streeck schätzt die Entwicklung der Zahlen allerdings anders ein und ist sich sicher: Die Krise ist noch lange nicht vorbei.

In der aktuellen ZDF-Talksendung von Maybrit Illner am Donnerstagabend hat sich Virologe Hendrik Streeck über die Zukunft der Pandemie in Deutschland geäußert. "Wir müssen uns von diesem Gedanken verabschieden, dass wir das Virus irgendwie komplett austreiben können aus der Gesellschaft", erklärte er. "Es ist da, es wird bleiben und es wird auch Teil von unserem Alltag werden." Man müsse nun anfangen, souverän damit umzugehen.

Weiter sagte Streeck, es gebe ein Auf und Ab bei den Infektionszahlen, wie man es von Coronaviren kenne. "Ich rechne damit, dass es eine zweite, eine dritte Welle geben wird", warnte der Virologe. Mit Hotspots wie in Gütersloh müsse immer wieder gerechnet werden. "Wir können nicht auf ein Allheilmittel, auf einen Impfstoff oder ein Medikament warten", erklärte er und fügte an: "Sondern wir müssen die Souveränität erlangen, dass unser Alltag nicht 'nach Corona' ist, sondern 'mit Corona' sein wird."

"Das würde ich mir auch in Deutschland wünschen"

Auch zur Bedeutung der Weltgesundheitsorganisation äußert sich der Experte: Eigentlich brauche es eine zentralgesteuerte Eingreiftruppe, die diese Hotspots eindämmen kann. "Es gibt ein wachsendes Wissen darüber, was man gar nicht niederschreibt. Das würde ich mir auch in Deutschland wünschen."

Laut aktuellen Angaben der Johns-Hopkins-Universität haben sich in Deutschland bislang fast 200.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Etwa 9.000 Menschen sind bislang gestorben (Stand: 10. Juli).

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