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Corona-Lage in Deutschland: Länder legen neue Regeln unterschiedlich aus

Nach Corona-Gipfel  

So unterschiedlich legen die Länder die neuen Regeln aus

26.11.2020, 19:05 Uhr | cck, dpa

Corona-Lage in Deutschland: Länder legen neue Regeln unterschiedlich aus. Festlich geschmückte Bäume am Kurfürstendamm: In Berlin gibt es über Weihnachten keine Lockerungen der Corona-Beschränkungen. (Quelle: imago images/Emmanuele Contini)

Festlich geschmückte Bäume am Kurfürstendamm: In Berlin gibt es über Weihnachten keine Lockerungen der Corona-Beschränkungen. (Quelle: Emmanuele Contini/imago images)

Kaum haben Bund und Länder einen neuen Corona-Beschluss gefasst, gibt es die ersten Ausnahmen. Welches Bundesland was wie umsetzen will, lesen Sie hier.

Bund und Länder haben sich für den kommenden Monat auf neue und erweiterte Maßnahmen zum Kampf gegen die Corona-Pandemie geeinigt. Die Ergebnisse der siebenstündigen Beratung zeigten bereits, wie wenig sich die Verhandlungsführer auf gemeinsame Schritte einigen konnten. Zwar gibt es nun eine neue Hotspot-Grenze für extreme Infektionsgeschehen, welche Maßnahmen dann aber greifen sollen, ist nicht festgelegt. 
 

 
Und schon am Tag nach dem Corona-Gipfel verkünden die ersten Regierungschefs Ausnahmen zu den neuen Maßnahmen: Ab Dezember etwa sollen die Kontaktbeschränkungen verschärft werden – außer in Schleswig-Holstein. Zu Weihnachten sollen sie wieder gelockert werden – außer in Berlin. Auch andere Bundesländer pochen auf Ausnahmen von den Regeln:

NRW und Hessen: Hotelbesuche über Weihnachten möglich

In Nordrhein-Westfalen werden Familienbesuche über Weihnachten nicht als touristische Reisen verstanden. Denn die seien zwar derzeit untersagt, sagte Laschet. Wenn aber Familien sich besuchten und keine Übernachtungsmöglichkeit bei den Verwandten hätten, "ist es über die Weihnachtstage möglich, dass man auch in einem Hotel übernachtet".

Laschet betonte: "Das wird nicht unter touristischer Reise verstanden." Kanzleramtsminister Helge Braun hatte am Donnerstag dagegen gesagt, wer über Weihnachten Verwandte besuche, solle nicht im Hotel übernachten können. 

Auch in Hessen soll das aber möglich sein. Wer eine Verwandtenreise mache, "der muss ja auch die Chance haben, irgendwo übernachten zu können", sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Donnerstag.

Berlin: Keine Lockerungen über Weihnachten

Die von Bund und Ländern verabredeten Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen sollen in Berlin nicht gelten. Im Corona-Hotspot Berlin könne es keine derartigen Lockerungen geben, hieß es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Senatskreisen. Demnach sollen sich in Berlin über die Feiertage maximal fünf Personen zu privaten Zusammenkünften treffen dürfen, hinzu kommen Kinder.

Wie in Hessen und Nordrhein-Westfalen sollen auch in Berlin bei Verwandtschaftsbesuchen die Übernachtung in Hotels möglich sein. "Wenn es eine Reise ist, die nicht touristischer Natur ist, dann gibt es auch eine Übernachtungsmöglichkeit in den Hotels", sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller. 

Schleswig-Holstein: Sonderweg wegen niedriger Zahlen

Der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Daniel Günther (CDU), will die Corona-Maßnahmen nicht vollständig umsetzen, vor allem die Kontaktbeschränkungen. "Bei uns heißt es seit Wochen: Mit zehn Personen ist die Grenze erreicht", sagte Günther im Interview mit t-online. Zudem dürfen Nagelstudios, Massagepraxen, Tierparks und Zoos wieder öffnen. Das ganze Interview lesen Sie hier. 

Der reguläre Präsenzunterricht an Schleswig-Holsteins Schulen wird nach den Weihnachtsferien überwiegend erst am 11. Januar beginnen – vier Tage später als geplant. Bei den zusätzlichen Tagen handelt es sich um einen Donnerstag und Freitag und ein Wochenende. Am 7. und 8. Januar seien landesweite Distanz-Lernübungstage vorgesehen, formal würden die Weihnachtsferien also nicht verlängert, sagte Bildungsministerin Karin Prien (CDU) am Donnerstag in Kiel.

Thüringen: Weihnachtsferien starten später

Anders als andere Bundesländer zieht Thüringen seinen Ferienbeginn nicht auf einen einheitlichen 19. Dezember vor, sondern bleibt beim 23. Dezember. Ältere Schüler sollen aber in den Tagen vor Weihnachten zu Hause bleiben und dort Distanzunterricht erhalten. Zuhause bleiben sollen Schüler ab der Klassenstufe 7 ab 21. Dezember und bis zum 10. Januar. Ramelow hatte in den Verhandlungen zwischen Bund und Ländern bereits angekündigt, über die vorgezogenen Weihnachtsferien sein Kabinett entscheiden zu lassen. Das war nun offenbar nicht einverstanden.

Bayern: Verschärfte Quarantäne-Anordnung für Skifahrer

Bayern hat im Streit um das Skifahren im Nachbarland Österreich mit einer verschärften Quarantäneanordnung nachgelegt: Künftig gilt auch für Tagesausflüge nach Österreich und andere als Risikogebiet eingestufte Nachbarländer eine anschließende Quarantänepflicht.

Bisher durften Tagestouristen bis zu 24 Stunden ins Ausland reisen, ohne danach in Quarantäne zu müssen.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa

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