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Gesundheitsminister Jens Spahn: Gurgeln könnte Corona-Gefahr senken

"Schaden tut es nicht"  

Reduziert Gurgeln wirklich die Virus-Gefahr?

09.12.2020, 12:00 Uhr | dpa

Gesundheitsminister Jens Spahn: Gurgeln könnte Corona-Gefahr senken. Jens Spahn: Der Gesundheitsminister stellt erneut schärfere Corona-Maßnahmen in Aussicht. (Quelle: Reuters/Michele Tantussi)

Jens Spahn: Der Gesundheitsminister stellt erneut schärfere Corona-Maßnahmen in Aussicht. (Quelle: Michele Tantussi/Reuters)

Gurgeln mit Mundspülungen könne die Viruslast in Mund und Rachen senken, meint Gesundheitsminister Jens Spahn. Wissenschaftlich belegt ist das aber noch nicht.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geht davon aus, dass die Gefahr einer Corona-Ansteckung im Privatbereich womöglich durch Gurgeln verringert werden kann. "Wissenschaftlich belegt ist das noch nicht. Aber die Idee dahinter ist, dass Gurgeln mit Mundspülungen aus in Alkohol gelösten ätherischen Ölen oder sogar Kochsalz die Viruslast im Mund-und-Rachen-Raum senken soll", sagte Spahn der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Er selbst gurgele ohnehin regelmäßig.

Spahn: "Verhalte dich so, als hättest du Corona"

Eine explizite Gurgel-Empfehlung wie die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene wollte Spahn nicht aussprechen, das müsse letztlich jeder selbst wissen. "Aber schaden tut es sicher nicht", sagte er. Zudem warb Spahn für die Einhaltung einer einfachen Faustregel: "Verhalte dich so, als hättest du Corona: Dann hält man doch ganz automatisch Abstand und ist insgesamt vorsichtiger."

An Familien appellierte Spahn, zu Weihnachten auch auf innerdeutsche Reisen zu verzichten. "Den Ort der Familienfeier in das Bundesland mit den großzügigsten Regeln zu legen, fände ich nicht richtig. Denn auch innerhalb der Familien kann Covid-19 ganz schnell gefährlich werden", sagte der Minister. Er selbst werde Weihnachten zum ersten Mal, seitdem er denken könne, nicht mit Eltern und Geschwistern gleichzeitig zusammenkommen. "Das ist sehr schade. Aber es hilft, das Virus in Schach zu halten."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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