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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: "Die Lage ist bitterernst"

Deutschland in der Corona-Krise  

Bundespräsident Steinmeier: "Die Lage ist bitterernst"

14.12.2020, 10:47 Uhr | t-online, rok, joh

Bundespräsident Steinmeier zur Corona-Pandemie: "Die Lage ist bitterernst"

In Deutschland wird das öffentliche Leben weitgehend heruntergefahren. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zu den aktuellen Einschränkungen eine klare Meinung. (Quelle: t-online)

"Die Lage ist bitterernst": Das sagt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zur aktuellen Lage in der Corona-Krise. (Quelle: t-online)


In Deutschland wird das öffentliche Leben weitgehend heruntergefahren. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zu den aktuellen Einschränkungen eine klare Meinung.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich überzeugt gezeigt, dass die Corona-Krise mit gegenseitiger Solidarität und Rücksichtnahme überwunden erden kann. "Die kommenden Wochen sind eine Prüfung für uns alle", sagte das Staatsoberhaupt am Montag in einer kurzen Ansprache in Berlin. "Wir sind ein starkes Land, weil in dieser schweren Krise so viele Menschen füreinander da sind und über sich hinauswachsen.

Die kommende Wochen würden für viele Menschen eine belastende Zeit, betonte der Bundespräsident. "Die Einschränkungen gefährden wirtschaftliche Existenzen, machen einsam und drücken aufs Gemüt." Er betonte zugleich: "Wir sind dem Virus nicht schicksalhaft ausgeliefert." Es hänge an jedem einzelnen – "und wir wissen, was zu tun ist".

"Feiern lassen sich nachholen"

Mit Blick auf die bevorstehenden Weihnachtstage fügte Steinmeier hinzu: "Feiern lassen sich nachholen, über Geschenk freuen sich Freunde und Verwandte auch später noch." Jetzt gehe es darum, Gesundheit zu erhalten und Leben zu retten.

Ausdrücklich unterstützte der Bundespräsident die von Bund und Länder beschlossenen Maßnahmen zu einem harten Lockdown ab Mittwoch. Die Lage sei "bitterernst", es gebe tausende Tode in einer Woche. Ohne weitere Einschnitte gehe es nicht. Die bisherigen Anstrengungen reichten nicht aus.

"Müssen konsequenter handeln"

"Wir müssen noch konsequenter handeln", sagte Steinmeier. Das gelte für das politische Handeln auf allen Ebenen. Aber auch "jeder und jede muss sich fragen, was kann ich zusätzlich tun, um mich und andere zu schützen". Ziel müsse es sein, die Infektionszahlen so schnell wie möglich zu senken und auf niedrigem Niveau zu halten. Die Kontakte müssten radikal begrenzt werden, das müsse schnell und umfassend geschehen.

Zugleich zeigte sich Steinmeier überzeugt, dass in Deutschland noch im Dezember die ersten Impfstoffe zugelassen werden und gleich nach Neujahr mit den Impfungen begonnen werden könne. Denen, die am liebsten nichts mehr von Corona hören wollten, sage er: "Lassen Sie uns an die Gefährdeten denken, die Erkrankten, diejenigen, die auf den Intensivstationen um ihr Leben kämpfen." Ärzte und Pfleger kämpften bis zur Erschöpfung gegen das Virus und setzten dabei auch ihre eigene Gesundheit aufs Spiel, betonte der Bundespräsident.

Die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatten sich am Sonntag darauf verständigt, das öffentliche Leben ab Mittwoch weitgehend herunterzufahren. Dann treten weitreichende Maßnahmen in Kraft – etwa Ladenschließungen und die Schließung von Schulen und Kitas. Diese Maßnahmen sind zunächst bis zum 10. Januar befristet.

Verwendete Quellen:
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa

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